Manfred Köhler
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Im Schreckenstunnel lauert Dr. Slicindicin

Eine Geisterbahn mit lebenden Horrorgestalten begeistert in der Stadt Pueblo die Gruselfreunde: Das schaurige Vergnügen, im "Tunnel of Terror", einem 400 Meter langen Schreckenstunnel, von dämonischen Clowns, totenköpfigen Wickelkindern oder dem Patienten zerhäckselnden Dr. Slicindicin attackiert zu werden, lockt, vorwiegend im Halloween-Monat Oktober, wöchentlich 5.000 Besucher auf das staatliche Messegelände.

Seit vier Jahren läßt Produzent Gary in den Folterkammern entlang seines Schreckenstunnels immer neue Spukwesen Gestalt annehmen. Die jährlich wechselnden Produktionen werden nicht sitzend konsumiert, sondern in Zehnergruppen durchwandert, und jede Kammer in des Tunnels pechschwarzem Schlund verbirgt ein anderes Scheusal mit seinem ganz speziellen Horror-Häppchen. Für die Tunnelwanderer ein Erlebnis im Grenzbereich zwischen Theaterstück und Alptraum.

Die Schauspieler für seinen Tunnel-Terror sucht sich Gary in verschiedenen Theatern Pueblos zusammen. Die Künstler sind es von dort nicht unbedingt gewohnt, in Kostüm und Maske auf der Straße Reklame laufen zu müssen für ihre Auftritte, aber über die PR-Pflichten tröstet das Erlebnis hinweg, dem Publikum so nahe zu sein wie in sonst keinem Theaterstück.