Manfred Köhler
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Börsen-Blog

29.12.12: Nach dem Zwischenhoch der Commerzbank-Aktie am Donnerstag habe ich gestern auch den letzten kleinen Bestand verkauft, den ich nach den Gewinnmitnahmen der Vorwoche noch hatte. Nun bin ich mit folgenden Vola-Produkten ganz auf fallende Aktienmärkte positioniert: vix-Zertifikat (cz34kn), vix-ETF (lyx0l8) und veu-CFD. Die Abwärtsdynamik im späten US-Handel und die Tatsache, dass der Dow unter der 200-Tage-Linie schloss, scheinen mir die Entscheidung zu bestätigen. Meine persönliche Wochenbilanz fällt dank des Hochschnellens der Vola erfreulich positiv aus. Freilich stellt sich nun die Frage: Warum setze ich auf steigende Volatilität statt auf fallende Aktienkurse?
Erstens, weil kaum etwas so volatil ist wie die Volatilität selbst - und damit besonders ertragreich, wenn man auf Kursunterschiede setzt. Zweitens, weil ich mir sicher bin, mich damit nicht in eine Zwickmühle zu manövrieren. Denn wenn es nächste oder übernächste Woche wider Erwarten mit Aktien nach oben geht und die Vola wieder fällt (was mitunter erdrutschartig geschehen kann), bin ich nicht zu Notverkäufen gezwungen, sondern kaufe billig zu bzw. zurück, denn erste kleine Gewinnmitnahmen im Bereich veu-CFD waren gestern bereits möglich. Selbst wenn im Januar die Rallye des Jahrhunderts startet, die Volatilität wird nicht endlos fallen, und das gibt mir das Gefühl, auf der sicheren Seite zu stehen, egal was passiert. Zudem kann ich jederzeit zusätzlich in den Aktienmarkt zurückkehren, wenn es angezeigt erscheint.
Anmerkung: Natürlich lässt sich nie ausschließen, dass in den gehandelten Produkten selbst ein gewisses Risiko liegt. Meine Erfahrungen damit beziehen sich jetzt auf das zurückliegende halbe Jahr. Fest steht: Stopps sollte man auf keinen Fall setzen, denn die werden grundsätzlich zu erheblichen Ungunsten des Traders ausgelöst. Meine Art zu handeln, nämlich limitiert, erbrachte sogar die eine oder andere höchst positive Überraschung, indem zum Beispiel Kauforders bis zu 5% billiger ausgeführt wurden als gesetzt.

22.12.12: Bei 1,511, 1,48 und zuletzt 1,43 habe ich vorgestern und gestern weitere Pakete Commerzbank-Aktien abgestoßen, so dass ich jetzt bis auf eine kleine Einheit fast ganz flat bin. War der erste Verkauf über 1,50 noch eine reine Gewinnmitnahme, so war der zweite die Reaktion auf einen zu erwartenden schlechten Handelsstart in Amerika. Den dritten Verkauf tätigte ich, leider viel zu spät aber immer noch mit rund 5% Plus, als die Handelseröffnung tatsächlich außerhalb des bisherigen kurzfristigen Aufwärtstrends erfolgte. Mit diesem letzten Verkauf ist mir nicht so ganz wohl, da sich die Kurse danach wieder leicht erholt haben, aber meine allsamstägliche Wochenbilanz könnte mir soeben die Entscheidung bestätigt haben. Denn erstmals seit Mitte Oktober war dies eine Woche, nach der alle meine Depots im Plus sind.
Was ist daran so außergewöhnlich? Ganz einfach: Da ich parallel zur Commerzbank-Aktie verschiedene Volatilitäts-Produkte handle, ist das Bild in der Regel gemischt: Ist der Aktienmarkt in einer Woche gestiegen, ist parallel die Volatilität gesunken, so dass die einen Depots im Plus, die anderen im Minus liegen. Nach dem letzten Rundum-Plus am 12.10. ging es zwar mit Aktien noch mal kurz hoch, danach aber seitwärts und abwärts, beim Dow und bei der Commerzbank deutlich, während der Dax eine relative Stärke zeigte, aber auch verlor. Am 16.11. folgte das umgekehrte Bild: negative Vorzeichen auf allen Depots. Am Montag darauf startete dann die jüngste Aktien-Aufholjagd, während die Volatilität weiter zurückging. Noch wäre es verfrüht, aus diesem Zusammenhang ein Signal abzuleiten, aber die gestrigen Verkäufe verursachen mir nun nicht mehr gar so viele Zweifel. Die Rallye der letzten Wochen kann ja auch nicht ewig weitergehen. Zwischen den Feiertagen wird sich nicht viel tun, und im Januar werden dann die Karten sowieso neu gemischt.

18.12.12: Den Kickstart der Commerzbank-Aktie zur Handelseröffnung habe ich genutzt, um eine Einheit mit rund acht Prozent Gewinn zu verkaufen (673 zu 1,464). Dabei kam ich meinem Zielkurs von zehn Prozent etwas entgegen, was aus jetziger Sicht übereilt war, aber solche Kurssprünge muss man einfach nutzen, es kann jederzeit wieder nach unten gehen. Das nächste Ziel nach oben lautet nun 716 zu 1,537, eine Rückkauforder habe ich bei 1,351 platziert.

11.12.12: Fast punktgenau am Tagestief der Commerzbank-Aktie wurde gestern bei 1,351 (mal 740 Stück) eine Kauforder ausgelöst. Damit konnte ich die am 5.12. verkaufte Einheit fünf Prozent billiger wieder zurückkaufen. Das macht abzüglich Gebühren etwa 40 Euro Differenzgewinn aus, was nicht viel scheint, aber über längere Zeiträume rechnen sich diese kleinen Geschäfte durchaus. Die nächsten Kursziele lauten nun 1,283 mal 857 für einen weiteren Rückkauf bzw. 1,486 mal 673 für den ersten Verkauf, falls es nach oben geht.

5.12.12: Mit einem Verkauf von 690 Commerzbank-Aktien zu 1,422 habe ich heute Vormittag das Tageshoch knapp verpasst. Auf kurzfristige Sicht könnte der Durchbruch nach oben heute gelingen, wenn die Aktie über 1,40 Euro schließt. Der Weg in Richtung zwei Euro wäre damit aber längst nicht frei. Erst mal müsste die 1,60-Euro-Marke auf Tagesbasis überwunden werden. Ich bleibe vorsichtig (und damit unterinvestiert) und halte mich an meinen Grundplan: Kursspitzen für Gewinnmitnahmen nutzen, Rücksetzer zum billigen Rückkauf.

28.11.12: Gestern habe ich eine Clustering-Einheit Commerzbank-Aktien zu 1,376 zugekauft – und scheine damit in die Bullenfalle gerannt zu sein. Der Kaufgrund war nicht die politisch motivierte Börse vom Handelsbeginn, sondern letztlich der anhaltende Rückgang der Volatilität. Und die geht auch heute wieder zurück. Egal also, ich behalte diese zugekauften Aktien, auch wenn der Aufwärtstrend erst mal bricht. Im Vergleich zu der Stückzahl, die ich bei meinem Ausstieg bei rund 1,54 hatte, bin ich nach wie vor unterinvestiert. Und auch wenn der Rückkauf gestern, verglichen mit heute, teuer war, er lag immer noch rund 16 Cent und damit gut zehn Prozent unter dem Ausstiegskurs. Genau darum geht es bei meiner Strategie: Differenzgewinne durch Kursunterschiede.
Eine Anmerkung zum vorangegangenen Blog: Ich unterscheide zwischen normalen Einheiten und Clustering-Einheiten. Die normalen Einheiten versuche ich zu Abstauberpreisen zu kaufen bzw. zu verkaufen, die Clustering-Einheiten kaufe bzw. verkaufe ich zusätzlich, wenn sich Wendepunkte andeuten. Dass ich hier also teurer zurückgekauft habe als verkauft, ist objektiv richtig, aber erfolgte aus unterschiedlichen Motiven heraus. Ärgerlich ist es trotzdem.

23.11.12: Auch wenn ich vermutlich unterinvestiert bin und der aktuelle Rücksetzer der  Commerzbank-Aktie nur eine Korrektur im kurzfristigen Aufwärtstrend darstellt: Ich konnte es mir nicht verkneifen, kurz nach Handelseröffnung eine Einheit mit rund 70 Euro Gewinn zu verkaufen (703 zu 1,359). Eine Rolle spielte dabei auch der Gedanke an die Handelseröffnung in New York nach dem gestrigen Feiertag. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Dow ausgerechnet an einem Freitag aus seinem mittelfristigen Korrekturmodus ausbricht. Sollte ich mich täuschen, egal – im Falle einer Bestätigung des positiven Trends der letzten Tage kann man jederzeit zu(rück)kaufen.

22.11.12: Nachdem die Commerzbank-Aktie noch mal auf Tauchstation gegangen ist, scheint sie nun auf Zehntagesbasis endgültig nach oben auszubrechen. Da juckt es einen in den Fingern, noch mal zuzukaufen, aber wenn ich mir den Dow auf Dreimonatssicht anschaue, dann stößt die Korrektur des mittlerweile zweimonatigen Abwärtstrends bald an ihre obere Begrenzung. Dieser Abwärtstrend ist zwar auf größerer Sicht wiederum nur die Korrektur des langfristigen Aufwärtstrends, aber trotzdem muss auch dieser kleine Trend erst mal gebrochen werden. Noch ein paar Sätze zu meinem Gegengewicht, den Vola-Produkten: Die sind gerade gestern stark eingebrochen, was ich genutzt habe, um moderat zuzukaufen. Hier setze ich voll auf Abstauberkäufe, denn mit einer gemächlichen Trendumkehr kann man, was den Nervositätsgrad der Märkte betrifft, eher selten rechnen. Irgendwann wird die Volatilität explodieren, und dann will ich von möglichst weit unten an dabei sein.

20.11.12: Als Dax und Commerzbank soeben über ihre gestrigen Tageshochs geschaut haben, habe ich eine Einheit zugekauft (762 zu 1,313). Eigentlich mag ich diese Art des Kaufens (teuer) überhaupt nicht. Aber oft funktioniert es, dass neue Hochs immer wieder neue Hochs nach sich ziehen, und eine weitere Einheit kann nicht schaden. Noch immer bin ich im Vergleich zum Ausstieg vor zwei Wochen unterinvestiert. Mit mehr würde ich mich im Moment allerdings nicht wohlfühlen. Denn ich bin, trotz fallender Volatilität, skeptisch, ob sich der langfristige Aufwärtstrend fortsetzt.

19.11.12: So erfreulich der Wochenstart verläuft, gerade auch für Commerzbank-Aktionäre, so sehr sollte man sich meiner Meinung nach hüten, daraus eine Trendwende abzuleiten. Auf Zehntagessicht sind die Abwärtstrends intakt – und auch in den Vola-Charts sehe ich (noch) keine kurz- oder gar langfristigen Kaufsignale für Aktien. Mein letzter Commerzbank-Abstauber-Kauf war am Freitag (792 zu 1,261). Jetzt warte ich erst mal ab. Sollte auf Zehntagessicht ein echter Ausbruch erfolgen, was wohlgemerkt langfristig auch noch nichts bedeuten würde, werde ich noch eine Einheit zukaufen.

15.11.12: In den ersten Xetra-Handelsminuten wurde bei 1,294 eine Kauforder für die Commerzbank-Aktie ausgelöst. Der Tages-Tiefstkurs liegt derzeit bei 1,291. Solche Abstauber-Käufe lösen jedesmal eine Mischung aus Freude und Panik aus – Freude darüber, ein Schnäppchen gemacht zu haben, und Panik, dass es noch viel weiter runter gehen könnte. Aber bisher war es immer richtig, so billig wie möglich (zurück) zu kaufen. In solchen Phasen heißt es einfach: Zähne zusammenbeißen. Hauptsache, man hält genug Cash vor, um weiter kaufen zu können, egal wie tief es noch runter gehen mag.

13.11.12: Auf Zehntagessicht drehen die Charts nach oben – maßgeblich für mich der Dow. Zum Glück, denn vorwitzigerweise habe ich heute früh schon eine weitere Einheit Commerzbank-Aktien zugekauft (740 zu 1,345). Falls es das war mit der Korrektur, wäre ich trotzdem unterinvestiert im Vergleich zur Aktienzahl vor meinem Ausstieg, aber lieber kleine Gewinne als große Verluste.

10.11.12: Mit einem leichten Minus bin ich auf Gesamtsicht aus dieser Woche gegangen. Ohne den Steuerabzug für die verkauften Positionen wäre es sogar ein Plus gewesen – und das bei einen Wochenminus von rund zwölf Prozent in der Commerzbank-Aktie, in der ich vor einer Woche noch zu 38 Prozent investiert war. Gerettet hat mich die Volatilität, und zwar in doppelter Hinsicht: Zum einen gab das Anziehen der Vola-Indizes ein rechtzeitiges Ausstiegssignal, zum anderen haben die Vola-Positionen, die ich halte, durch ihren Anstieg das Minus der abgebuchten Steuern so gut wie ausgeglichen. Noch bin ich erst zu einem ganz geringen Prozentsatz in diesen Produkten (CFD, ETF, Zertifikat) investiert, weil ich ihnen nicht recht traue; sollte sich diese Parallel-Strategie langfristig bewähren, wird sie ausgebaut. Aber wie geht es nun weiter? Ich habe eine erste kleine Position Commerzbank-Aktien deutlich billiger zurückgekauft, die sich leicht wieder auflösen lässt, sollte aus der Korrektur ein Crash werden. Aber noch handelt es sich meiner Meinung nach eben nur um eine Korrektur. Die niedrigen Zinsen sprechen für weiter steigende Aktienkurse. Trotzdem ist erhöhte Wachsamkeit angebracht.

8.11.12: Nun ist die Commerzbank-Aktie so tief gefallen, dass ich nicht widerstehen konnte und zwei Einheiten billiger zurückgekauft habe. Sicher ist das zu früh, aber verglichen mit dem, was ich abgestoßen habe, ist der Rückkauf ein Klacks. Ich will das Gefühl haben, in beide Richtungen gut aufgestellt zu sein – hier für den unwahrscheinlichen Fall, dass der Kurs der Aktie sich schnell wieder fängt.

8.11.12: Ich habe nun doch alle Commerzbank-Aktien abgestoßen - die letzten Pakete zu 1,531 und 1,474. Da ich im Schnitt bei 1,25 eingestiegen bin, bleibt insgesamt ein schöner Gewinn. Sollte der Ausstieg also falsch gewesen sein, egal. Was ich derzeit noch habe, sind ein ETF und ein Zertifikat auf den VIX (Vola-Index zum S&P 500) und CFD auf VEU50 (Vola des Euro-Stoxx 50). Die Volatilität ist seit längerer Zeit niedrig, kann natürlich auch noch weiter fallen, aber ein Ausbruch nach oben ist im Moment zumindest wahrscheinlich.

7.11.12: Und schon ist es wieder vorbei mit regulär: Soeben habe ich ein weiteres Depot geleert (5.716 zu 1,545). Die Dynamik, mit der es im Dow abwärts und bei den T-Bonds und der Vola aufwärts geht, gefällt mir gar nicht.

7.11.12: Kurzfristig war der Cluster-Verkauf am Montag und damit die Auflösung des ersten Depots wohl falsch. Ob er langfristig falsch war, hängt davon ab, in welche Richtung die Commerzbank-Aktie das Dreieck verlässt, das sich auf Dreimonatssicht gebildet hat. Im Moment stößt sie an die obere Begrenzung, und daher habe ich soeben vorbörslich das zweite Depot angegriffen und eine reguläre Einheit verkauft (634 zu 1,575). Regulär heißt, ich nutze aktuelle Hoch- oder Tiefpunkte. Sollte sich der Aufwärtstrend bestätigen und der Durchbruch nach oben erfolgen, mache ich auf die Art weiter, das heißt in Etappen zu 5 % werden progressiv (1.000, 1.100...) weitere Einheiten verkauft.

6.11.12: Auf den ersten Blick ist es natürlich etwas ärgerlich, dass die Commerzbank-Aktie steigt, nachdem ich gestern ein Depot geleert habe. Aber der Dow sieht nach wie vor nicht nach Rallye aus. Die Volatilität zieht an, Anleihenkurse steigen. Letztlich bestätigt die aktuelle Situation sogar meine Strategie und damit auch mein gestriges Verhalten. Das mag jetzt klingen wie Selbsttröstung oder eine schlaue Ausrede, aber entscheidend ist, dass man bei dem bleiben kann, was man gemacht hat, egal wohin der Markt geht. Mir war gestern – und schon das ganze Wochenende über – so sehr nach verkaufen, dass ich jetzt wohl gar keine Aktien mehr hätte, wäre alles auf einem Depot gewesen. Dann würde ich mich aber heute mit der Entscheidung quälen, ob ich zurückkaufe. Und wenn ich das täte, und es ginge morgen wieder runter? Genau dieses Hin und Her bringt die meisten Verluste. Mit der reduzierten Gesamtposition aber kann ich ganz entspannt abwarten, wohin der Markt sich entwickelt. Letztlich ist es mir sogar egal, denn wenn es nach oben geht, bin ich weiter im Spiel, und wenn es nach unten geht, egal ob ich bei einem Trendbruch noch mal verkaufe oder nicht, irgendwann kaufe ich alles billiger zurück.

5.11.12: Noch ist es nur ein Gefühl, aber der Kursrückgang am Freitag in Amerika hat mich beunruhigt und übers Wochenende beschäftigt. Zur Handelseröffnung habe ich ein Cluster Commerzbank-Aktien verkauft (2.001 zu 1,502), das aktive Depot damit geleert, und ich bin bereit, noch ein weiteres Depot aufzulösen, wenn es unter das letzte kurzfristige Tief bei 1,478 gehen sollte. Zwar sind die Aufwärtstrends intakt, aber der Dow wirkt angeschlagen, und je länger die aktuelle Korrekturphase dauert, desto bärischer werde ich. Die Wahl in Amerika könnte eine Zäsur bringen. Zwar steht die beste Börsenzeit des Jahres an, aber in der Regel folgt die Rallye einem kräftigen Kehraus im September oder Oktober, den es heuer nicht gegeben hat. Insgesamt überwiegt bei mir die Unsicherheit, und da fühlt es sich gut an, das Risiko zu reduzieren.

31.10.12: Die kleine Hausse der Commerzbank-Aktie reizt zu weiteren Käufen, aber niemand weiß, was passiert, wenn heute nach zwei Tagen Hurricane-Zwangspause die Wall Street wieder eröffnet. Außerdem scheint mir bei dieser Aktie derzeit alles möglich – kurzfristig sieht es nach einem Ausbruch und abermaligem Anlauf nach oben aus, auf Dreimonatssicht wirkt der Chart aber etwas angeknackst, notiert schon wieder die zweite Woche unter der 200-Tage-Linie, und ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist der 8. November, an dem die Quartalszahlen und die neue Strategie vorgelegt werden. Außerdem laufe ich davongelaufenen Kursen nicht gern hinterher. Entgegen meiner Ankündigung verzichte ich einstweilen auf weitere Zukäufe. Sollte der große Durchbruch nach oben nun doch endlich kommen, habe ich mehr als genug (billig gekaufte) Aktien, um bei der Rallye dabeizusein.

30.10.12: Von einem Ausbruch nach oben kann noch keine Rede sein, aber ich habe trotzdem soeben eine weitere Einheit Commerzbank-Aktien zurückgekauft (685 zu 1,47). Gestern wurde bei 1,439 ein regulärer Kauf nur knapp verpasst. Der Gesamtmarkt zeigt sich fest und ist gestern ein drittes Mal nach oben abgeprallt. Die Vola fällt, und auch der kleine steile Aufwärtstrend der T-Bonds ist gebrochen. Alles noch unausgegoren, aber letztlich zählt auch vor allem die Kursdifferenz zum letzten Verkauf, und die beläuft sich, bezogen auf die zurückgekaufte Einheit, auf einen Gewinn von rund 70 Euro. Eine weitere Einheit kaufe ich, wenn sich der Ausbruch nach oben bestätigt – oder im umgekehrten Fall fünf Prozent tiefer (787 zu 1,397).

27.10.12: Deutlich zu früh habe ich am Donnerstag eine Einheit Commerzbank-Aktien zurückgekauft (656 zu 1,524). Der T-Bond-Chart war nach unten abgeknickt, später schien die Vola nachzuziehen. Aber eine wirkliche Trendwende blieb dann aus, und gerade bei der Commerzbank wären deutlich tiefere Kurse drin gewesen. Egal, was bleibt ist ein kleiner Differenzgewinn zum vorangegangenen Verkauf bei 1,587. Die nächste reguläre Kauforder sitzt bei 1,439 (764) – oder wird getätigt, sollte sich nächste Woche eine echte Trendwende im Zehn-Tages-Chart abzeichnen.

25.10.12: Ein erstes kleines Signal lässt auf eine baldige Fortsetzung des Aktien-Aufwärtstrends hoffen: Der T-Bond-Chart ist heute nach unten durchgesackt. Die Commerzbank-Aktie steht inzwischen tief genug, dass sich ein Wiedereinstieg mit dem bei 1,587 verkauften Cluster (2.162) lohnen würde. Da auch die Heftigkeit der Ausschläge nachgelassen hat, könnte ein punktgenauer Rückkauf am Wendepunkt möglich sein, sobald sie nach oben dreht. Aber erst muss mal der Vola-Aufwärtstrend brechen. Der ist auf Zehntages-Sicht heftig genug, um beunruhigend zu sein, auf lange Sicht aber (noch) nichts ist als eine kleine Korrektur im stabilen Abwärtstrend.

23.10.12: Die Commerzbank-Aktie zeigte gestern, verglichen mit dem Gesamtmarkt, eine außergewöhnliche Stärke. Ich unterließ es trotzdem, die am Freitag abgestoßene Cluster-Einheit zurückzukaufen. Die Dax-Volatilität zog stark an, und es ist unwahrscheinlich, dass bei einer größeren Korrektur des Gesamtmarktes ausgerechnet die Commerzbank steigt. Der ausstehende Rückkauf verringert nicht nur objektiv das Risiko, er ist auch wichtig für das innere Gleichgewicht. Man kann Kurzschlussreaktionen vermeiden, indem man sich selbst das Gefühl verschafft, richtig positioniert zu sein, egal was kommt.

22.10.12: Nach dem fast punktgenauen Ausstieg am Freitagmorgen rauschte die Commerzbank-Aktie derart in den Keller, dass gegen Handelsschluss sogar, fünf Prozent tiefer, eine Rückkauforder ausgelöst wurde (660 zu 1,515). Bei derart rasch eintretenden Kursunterschieden fängt man natürlich an zu rechnen: Wenn ich nicht nur ein Depot geleert hätte, sondern noch ein zweites, dann läge der realisierte Gewinn jetzt bei... – aber das hat überhaupt keinen Sinn. Es zählt allein, wie man sich für die Zukunft positioniert. Weitere Verkäufe wären jetzt Blödsinn, zumal ja bereits ein Rückkauf stattgefunden hat und die Aktie sich vorbörslich sehr fest zeigt. Übers Wochenende dachte ich daran, Volatilität zuzukaufen – das ist mein Gegengewicht zum Aktien-Bestand. Aber da ist der Abwärtstrend längst nicht gebrochen, und alle Signale sprechen für eine Fortsetzung des langfristigen Aktien-Aufwärtstrends. Also ist die beste Art, sich zu verhalten, erst mal abzuwarten. Sollte die Commerzbank-Aktie wieder nach oben ausbrechen, werde ich die Clustereinheit vom Freitag, so es sich dann noch lohnt, zurückkaufen.

21.10.12: Zum Naschen in den Schuppen, Teil 2: Wie beim Naschen, so beim Trading: Jahrelang steckte ich im typischen Teufelskreis des Anfängers: kaufen, wenn es nach oben zu gehen scheint, Panik bei der geringsten Gegenbewegung, wieder raus, wieder rein, wieder raus... Irgendwann versuchte ich es umgekehrt: billig kaufen - drin bleiben, egal was kommt - teuer verkaufen. Das Problem ist nur: Wann ist gerade teuer, wann billig? Da man das nie weiß, hilft nur eins: Geld einteilen. Ich begann also, in Etappen zu kaufen und Gewinne möglichst bei jeder Gelegenheit mitzunehmen, ebenfalls in Etappen. Nur haut das langfristig auch nicht ganz hin, weil es oft monatelang oder gar jahrelang in eine Richtung gehen kann und einem irgendwann die Aktien ausgehen oder das Geld – wenn nicht vorher schon Angst beziehungsweise Gier zu Kurzschlussreaktionen geführt haben. Hier greift nun das Prinzip Schokoladen-Schuppen: Es ist tatsächlich möglich, etwas vor sich selbst zu verstecken (zumindest was mich betrifft) und allein durch die räumliche Verlagerung zu verhindern, dass man Dummheiten macht. Umgekehrt ausgedrückt: Man kann sich Kurzschluss-Käufe oder -Verkäufe auf einem Depot leisten, wenn es noch andere Depots gibt, auf denen genug Aktien bzw. Cash-Reserven bereitliegen. Das Verrückte ist, dass die Sache funktioniert, obwohl der Verstand genau weiß, wo die Verstecke sind und was sie enthalten. Vielleicht greift auch hier eine gewisse Trägheit, denn in die anderen Depots muss man sich ja erst mal einloggen; eher wahrscheinlich ist es in dem Fall, dass der Verstand die Oberhand zurückgewinnt, sobald man getan hat, was es einen gedrängt hatte zu tun. Hinzu kommt, dass nach jedem Panikverkauf sich sehr schnell die Frage stellt: Aber was, wenn es jetzt wieder oder weiter hoch geht? Da man noch hat, was man jetzt plötzlich wieder will, ist eine Gegenpanik-Reaktion nicht nötig, was zu einem einstweiligen Gleichgewicht führt.

20.10.12: Zum Naschen in den Schuppen, Teil 1: Seit kurzem habe ich meine Naschsucht (durchschnittlich drei Tafeln täglich) einigermaßen in den Griff bekommen, und zwar so: Ich verwahre die Schokolade nicht mehr in einem Schrank im Haus auf, sondern im Fahrradschuppen. Jeden Mittag hole ich eine halbe Tafel ins Haus. Mehr nehme ich deshalb nicht, weil ich zu diesem Zeitpunkt gerade satt und nicht in Naschlaune bin. Abends dann, wenn die halbe Tafel verputzt ist, bin ich zu faul, noch mal aus dem Haus durch den Garten in den Schuppen zu gehen, vor allem jetzt im Herbst. Aber warum muss es so kompliziert sein? Warum nicht einfach nur eine halbe Tafel naschen, egal wie viel griffbereit ist, oder ganz aufhören? Weil das nie geklappt hat. Wenn das Zeug im Haus ist und die Gier erwacht, dann geht der Verstand auf Tauchstation. Gar nichts mehr kaufen, geht eine Zeitlang, aber dann wirkt irgendwann der Jojo-Effekt, meist bei Rabattaktionen von Ritter Sport, und das Naschfach ist wieder so voll, dass es für Monate reicht. Was das nun alles mit dem Aktienhandel zu tun hat, das folgt in Teil 2.

19.10.12: Nachdem ich gestern schon vorzeitig eine Einheit (735 zu 1,595) Commerzbank-Aktien verkauft habe, stieß ich eben den Rest des Depots ab (2.162 zu 1,587). Zwar scheint sie gerade wieder zu steigen, aber der schnurgerade 10-Tages-Trend ist seit heute früh angeknackst. Sollte ich mich täuschen, habe ich noch genug Papiere auf anderen Depots. Warum ich ein und die selbe Aktie auf mehrere Depots verteile, darauf will ich im nächsten Blog näher eingehen.

17.10.12: Es fällt mir schwer, eigene Verkaufs-Kursziele einzuhalten, wenn der Anstieg so steil verläuft. Also habe ich gestern kurz vor Handelsschluss nahe am Tageshöchstkurs noch eine Einheit Commerzbank-Aktien verkauft (693 zu 1,555). Eine Korrektur kann jederzeit kommen. Wenn nicht, dann lautet das nächste Kursziel 735 zu 1,633.

16.10.12: Nach langweiligen zwei Seitwärts-Wochen und einigen kitzligen Abwärts-Momenten scheint die Commerzbank-Aktie nun endlich nach oben auszubrechen. Obwohl die Aufwärtsbewegungen in Dax und Dow gerade erst beginnen und den Ausbruch der Bankaktie untermauern, habe ich vorbörslich eine Einheit verkauft (650 zu 1,512). Das scheint auf den ersten Blick voreilig und sogar unsinnig, zumal der letzte Kauf kaum darunter lag (700 zu 1,445 am 4.10.), aber Bezugsgröße für die erste Gewinnmitnahme ist für mich grundsätzlich der am tiefsten getätigte Erstkauf nach dem letzten vorherigen Verkauf (712 zu 1,405). Der Gewinn von rund 50 Euro nach Abzug der Gebühren ist vielleicht nicht groß, aber aus psychologischen Gründen wichtig. Geht es weiter aufwärts, habe ich noch genug Aktien, um weiter Gewinne mitnehmen zu können; und im Falle eines Einbruchs, der jederzeit passieren kann, gibt es ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man zumindest ein bisschen was von dem, was aufgelaufen war, in Sicherheit gebracht hat. Kursziel für die nächste Verkaufseinheit: 693 zu 1,588.

9.10.12: Der Zehntages-Chart der Commerzbank-Aktie sieht gar nicht gut aus, aber wieso eigentlich? Schlechte Nachrichten gibt es nicht, und am Gesamtmarkt haben weder Dax noch Dow nach unten noch hat die Volatilität maßgeblich nach oben gedreht. Die Korrektur im Dow war minimal, und der Aufwärtstrend ist nicht nur voll intakt, sondern auf dem Sprung zu neuen Hochs. Vielleicht werden die übertriebenen Verluste der Commerzbank heute wieder wettgemacht. Wenn nicht – dann freut man sich eben über billige Kaufkurse.

8.10.12: Nach all den positiven Signalen der vergangenen Woche sieht es für die Papiere der Commerzbank heute nicht so gut aus. Im Gegensatz zu Dax und Dow hinkt die Aktie ohnehin insofern hinterher, dass sie in der vergangenen Handelswoche kein neues 10-Tages-Hoch markierte, was wohl an einem negativen Analystenkommentar gelegen haben dürfte. Sollte das, was ich als Ausbruch nach oben gedeutet habe, sich als Fehlsignal erweisen, könnte es noch mal so richtig nach unten gehen. Aber Signale hin und her, man weiß es eben nicht. Deshalb lautet für mich im Moment die Devise: abwarten und beobachten. Im Falle eines Absturzes wird eben weiter zugekauft. Das Kursziel für den nächsten regulären Kauf lautet 1,335 (fünf Prozent unter dem letzten Abstauber-Tiefstkurs).

5.10.12: Der entscheidende Durchbruch nach oben steht noch aus, aber ein weiteres Signal hat meine Commerzbank-Käufe der vergangenen Tage bestätigt: Der T-Bond-Chart ist nach unten ausgebrochen. Damit stehen jetzt alle meine Ampeln auf Grün. Natürlich kann trotzdem jederzeit das Gegenteil eintreten. Meine Strategie sieht dann vor, die Positionen zu halten. Denn letztlich habe ich mit den drei Einheiten nur zu einem Durchschnittskurs von 1,443 zurückgekauft, was ich zuvor nahe des Hochs bei durchschnittlich 1,597 verkauft hatte. Und genau darauf kommt es mir an: Kursunterschiede zu nutzen.

4.10.12: Nun hat auch der wichtigste meiner Indikatoren ein Einstiegs-Signal gegeben: Die Volatilität, bezogen auf Dax und S&P, hat nach unten gedreht und scheint damit den längerfristigen Abwärtstrend fortzusetzen. Vorbörslich habe ich daher nun die dritte geplante Einheit Commerzbank-Aktien gekauft (700 zu 1,445). Ob auch der europäische Vola-Index (veu) nach unten ausbricht, sehe ich erst gegen 9.15 Uhr, aber die ersten Xetra-Kurse bestätigen soeben meinen Kauf.

3.10.12: Der kleine Trend des Commerzbank-Ausbruchs ist schon wieder gebrochen, aber das muss nichts heißen. Dass die Aktie erst noch mal korrigieren würde, war zu erwarten. Auch das Verhalten von Dax, Dow und Vola ist noch im Rahmen. Bedenklicher stimmt es da eher, dass der T-Bond-Chart nun an der oberen Begrenzung seines kleinen Seitwärtstrends verharrt. Fazit dieser Gemengelage: abwarten. Ein weiterer Zukauf kommt erst mal nicht infrage, aber eine Fortsetzung des längerfristigen Aufwärtstrends der Aktienmärkte und damit auch der Commerzbank-Aktie bleibt trotzdem für mich das wahrscheinlichste Szenario.

2.10.12: Die Commerzbank-Aktie zeigt sich im frühen Handel sehr fest, der Ausbruch aus der Abwärtsbewegung im 10-Tages-Chart ist nun klar zu erkennen. Dennoch kaufe ich einstweilen keine dritte Einheit zu, denn weitere Signale fehlen: Der Dax dümpelt auf Vortages-Niveau, der erwartete Durchbruch nach unten im T-Bond-Chart ist ausgeblieben, und die Volatilität steigt sogar.

1.10.12: Dow Jones und Dax sind aus ihren kurzfristigen Abwärts-Korrekturen nach oben ausgebrochen. Der Verlauf des T-Bond-Charts tendiert nach unten. Auf diese beiden Signale hin habe ich eine weitere Einheit Commerzbank-Aktien (700 mal 1,429) gekauft. Für die dritte Kauf-Einheit warte ich, um sicher zu gehen, auf Signale aus den Bereichen Volatilität (Vix, Veu und Dax-Vola).

1.10.12: Auch wenn es scheinbar überhaupt nicht zu den Inhalten auf dieser Homepage passt, will ich künftig an dieser Stelle auch immer mal ein paar Worte über das Thema Wertpapierhandel verlieren. Denn dieser Handel verschafft mir die Freiheit, Romane zu schreiben und Ausflüge zu Ausflugstips zu verarbeiten, also diese Seite zu betreiben. Meine Strategie ist ganz einfach: Ich konzentriere mich auf eine einzige Aktie, seit längerer Zeit ist das die Commerzbank, und nutze ihre Kursunterschiede. Geht es abwärts, kaufe ich alle 5% in Einheiten zu 1.000 Euro – dreht der Zehn-Tages-Chart nach oben, kaufe ich zusätzlich zwei bis drei Einheiten außer der Reihe. Beim letzten Hoch habe ich eine solche Cluster-Einheit verkauft, habe dann in der Abwärtsbewegung drei reguläre Einheiten zu 1.000 Euro zurückgekauft und lauere jetzt auf die Gegenbewegung nach oben. Noch geben die Indikatoren, auf die ich achte, nicht wirklich grünes Licht, aber bei der Commerzbank selbst sieht es nach einer Wende aus. Eben habe ich bei 1,418 zugekauft – aber vorsichtshalber erst mal nur eine Einheit.