Manfred Köhler
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Schwindel durchschaut
19.12.13: Betrachtet man den CFD-Chart des europäischen Volatilitätsindex VEU, könnte man meinen, darin ein ideales Instrument gefunden zu haben, um Kursunterschiede zu nutzen. Der Jahreschart geht in schöner Regelmäßigkeit auf und ab, und zwar in einem klar definierten waagrechten Trendkanal. Man hätte also, so scheint es, einfach nur unten kaufen, abwarten und oben die Gewinne einsacken müssen. Die Realität sieht leider anders aus. Obwohl es mir fast jedes mal gelang, an den Hochs einen großen Teil des Bestandes zu verkaufen und im unteren Bereich zurückzukaufen, ist die Bilanz negativ.
Der Grund dafür, so weiß ich heute, ist der monatliche Rollover. Von zwölf Roll-Aktionen im zurückliegenden Jahr nämlich verlief nur eine minimal zu meinen Gunsten, indem der Ausstieg etwas höher lag als der Einstieg. In den elf anderen Fällen lag der Wiedereinstieg zum Teil drastisch – bis zu 20 Prozent! – höher. Deshalb auch der Seitwärts-Chart, obwohl die Vola eigentlich fiel: Die Tiefs wurden immer wieder nach oben verlagert. Aber worin besteht eigentlich der Schwindel? Zunächst mal scheint der Rollover für die eigene Bilanz kein Problem zu sein. Denn vom Punkt des Wiedereinstiegs an läuft der Chart gemäß des Basiswertes. Das Tückische aber ist, dass man langfristig immer tiefer verstrickt wird, indem der Investitionsgrad drastisch steigt. So kam es, dass ich regelmäßig nachschießen musste, um nicht ausgeknockt zu werden, obwohl ich eigentlich im Rahmen meines Plans tradete und nie mehr zurückkaufte, als ich zuvor verkauft hatte.
Seit dem letzten Rollover glaube ich nun, ein Gegenmittel gefunden zu haben, um die Wirkung der Sprünge zwischen Verkauf und Kauf abzufedern. Diese Mittel ist ganz einfach: Liegt der Wiedereinstieg beim Rollover zehn Prozent über dem Ausstieg, verkaufe ich zur Handelseröffnung zehn Prozent meines CFD-Bestandes, womit ich wieder genauso stark investiert bin wie vor dem Rollover, sprich, die Margin bleibt gleich. Auf diese Weise müsste es langfristig gelingen, nachvollziehbar zu traden und endlich Gewinn aus den Kursunterschieden zu ziehen.

Erst wenn der letzte Pessimist...
9.12.13: Eigentlich geht der Spruch ja andersrum: Erst wenn der letzte Optimist zum Pessimisten geworden ist, können die Kurse (nach einem Crash) wieder steigen. Aber genauso gilt auch: Erst wenn im Laufe einer Rallye die letzten Pessimisten kapitulieren und sich mit Aktien eindecken, kann es wieder abwärts gehen, weil es erst dann keine Käufer mehr gibt. Und jetzt die aktuelle Nachricht zu dem alten Spruch: Ich habe während der letzten Wochen Aktien gekauft. Fast ein Jahr lang habe ich vergebens auf einen scharfen Rücksetzer gewartet, habe voll auf Volatilität gesetzt und zugesehen, wie meine Depots schrumpften, während die Hausse ihren Lauf nahm. Meine Volatilitäts-Zertifikate und -CFD habe ich immer noch, und ich werde weiter zukaufen, denn irgendwann wird die Volatilität steigen. Aber ich war es leid, nur auf diese eine Richtung zu setzen und zu warten und zu warten und zu warten. Meine Aktien-Positionen sind, verglichen mit meinen Vola-Investments, verschwindend klein. Sollte ich wirklich der letzte Pessimist gewesen sein und sollte die Korrektur nun kommen, wäre es zu verschmerzen, zu spät gekommen zu sein. Umgekehrt ist natürlich auch der Zuwachs bei steigenden Kursen gering. Aber es tut gut, endlich dabei zu sein.

Schere zwischen VIX und VEU
13.11.13: Dem allgemeinen Stillstand widersetzt sich derzeit nur ein Produkt: der CFD auf den europäischen Volatilitäts-Index VEU. Während der VIX (S&P 500) noch ganz unten verharrt, steht der VEU-CFD bereits deutlich über seinen Tiefs – genau wie übrigens auch der V-Dax. Für Gewinnmitnahmen ist es noch zu früh, aber ein kleiner Lichtblick zeichnet sich damit doch ab. Fallende Kurse in den eigenen Werten sind nie besonders angenehm, aber wenigstens kann man dann billig zukaufen. Im Produkt CZ34KP wäre das zwar theoretisch möglich gewesen, da neue Tiefs erreicht wurden, aber Kaufaufträge bleiben seit längerer Zeit schon unbearbeitet. Die letzte Order, die vor rund einer Woche ausgelöst wurde, erbrachte immerhin einen kleinen Zukauf bei 0,23. Im Bereich von 20 Cent dagegen, dem bisherigen Tiefstkurs, betrug das Angebot bei allen drei Brokern beständig 0.

Rückschlag
6.11.13: Gestern noch sah es so aus, als würde die Volatilität endlich nach oben ausbrechen, heute kam der Rückschlag. In den Produkten auf den VIX wurden dabei zwar neue Tiefs markiert, eine Kauforder aber wurde nicht ausgelöst. Zum einen liegt das an den großen Spreads, zum anderen daran, dass das Produkt CZ34KP nur noch sporadisch handelbar ist. Wer reichlich Stücke dieses Papiers im Depot hat, kann in solchen Momenten schon nervös werden. Man kann es aber auch positiv sehen und hoffen, dass eine Wende zum Besseren nicht mehr ganz so fern ist (siehe letzter Eintrag). Denn wer gibt ein Zertifikat schon zum Tiefstpreis her, wenn eine Trendwende eine reine Geduldsfrage ist – die Gewinnaussichten aber, betrachtet man das letzte Hoch, einfach gigantisch sind.

Vola-Schub voraus?
30.10.13: Meine ach so gelassenen Worte des letzten Eintrags stoßen mir aktuell sehr mulmig auf. Ich hatte mit fallender Volatilität gerechnet – mit diesem Absturz allerdings nicht. Viel zu bedenkenlos habe ich in der Zeit nach dem Hoch wieder zugekauft. Irgendwann musste die Aktien-Rallye ja mal enden. Statt dessen geraten die Märkte inzwischen völlig außer Rand und Band. Die gute Nachricht für mich selbst: Die Volatilität fällt, trotz ständiger neuer Aktien-Hochs, inzwischen kaum noch, womit die Hausse endgültig in der Übertreibungsphase angekommen sein dürfte. Ein weiteres Indiz darauf, dass ein Vola-Schub bevorstehen könnte, sehe ich in der Handelbarkeit eines meiner Produkte: Das Papier CZ34KP auf den VIX kann seit Tagen nicht mehr gekauft werden. Entweder der Markt ist leergefegt – oder der Emittent selbst sieht Anzeichen eines großen Anstiegs der Nervosität und will das Risiko für sich begrenzen, indem er keine Papiere zum Tiefstpreis mehr abgibt. Wie auch immer, irgendwann wird die Volatilität wieder steigen, und dann werde ich beim nächsten Peak auf jeden Fall noch stärker abverkaufen als bisher. Und bestimmt nicht mehr so schnell und stark zurückkaufen...

Gewinnmitnahmen
10.10.13: Nach regulären Gewinnmitnahmen gestern und vorgestern habe ich heute zum Handelsbeginn noch eine Vola-long-Einheit außer der Reihe verkauft. Der rapide Absturz der Volatilität im Vergleich zum gestrigen Hoch war einer der Gründe; zum anderen hat es sich bewährt, nach einer längeren Bewegung an möglichen Wendepunkten einfach mal ein paar zusätzliche Gewinne einzufahren. Nun bin ich in der komfortablen Situation, dass es mir egal ist, wie es weitergeht. Gerne kaufe ich die abgestoßenen long-Einheiten billiger zurück – und zudem bin ich in der Vola nun auch ausreichend short, um wiederum Gewinne einfahren zu können, sollte der Wind sich drehen.

Blase geplatzt?
7.10.13: Und wieder ein fantastischer Wochenstart für Vola-Trader: Sowohl im CFD VEU50 als auch im Vix-Long-Zertifikat CZ34KP konnte ich eine Einheit mit Gewinn absetzen (20,73 und 0,38) – und im Vix-Short-Zertifikat CZ34KL eine Einheit billig zukaufen (106,53). Noch ist es zu früh, von einer Trendwende zu sprechen oder gar zu hoffen, dass die Aktien-Blase endlich platzt, dafür sind wichtige Chartmarken noch nicht gerissen. Aber für den Fall dass die liquiditätsgetriebene Rallye noch ein Stück weiterläuft, bin ich nun wiederum ein bisschen besser aufgestellt.

Erster Praxis-Test gelungen
30.9.13: Heute zur Handelseröffnung ging zum ersten Mal die Long-Short-Doppelstrategie auf, die ich seit einigen Wochen in der Praxis teste. Während das Produkt CZ34KP (vix-long) in die Höhe schoss und ich eine Einheit mit Gewinn absetzen konnte, gelang im Produkt CZ34KL (vix-short) ein verbilligter Rückkauf. Der besondere Vorteil dieser Ergänzung meiner Etappen-Strategie besteht darin, dass man weniger Cash vorhalten muss, weil das aus dem jeweiligen Verkauf erzielte Geld in den gegenläufigen Rückkauf gesteckt werden kann. Noch teste ich die Strategie nicht lange genug in der Praxis, um mögliche Fallen ausschließen zu können – die Börse ist ja immer für Überraschungen gut. Aber ich ärgere mich, dass ich den Praxistest nicht schon Anfang des Jahres gewagt habe, denn aus heutiger Sicht sind mir wegen meines Zauderns erhebliche Gewinne entgangen. Was mich zögern ließ, war die alte Angst vor dem verspäteten Einstieg. Schon Anfang des Jahres und erst recht im Frühjahr war ich der Meinung, die Aktienmärkte seien so weit gelaufen, dass eine große Korrektur überfällig sei, und setzte deshalb voll auf Vola (long). Aber, wie man sieht: höher – bzw. tiefer – geht immer. Und das oft ewig lang...

Voll ins Messer
21.9.13: Und erneut hat Bernanke all diejenigen voll ins Messer laufen lassen, die, ermuntert von vorherigen Ankündigungen, auf ein Platzen der Aktienblase spekuliert hatten. Ich setze dennoch nach wie vor einen baldigen scharfen Rücksetzer und habe moderat in den Produkten VEU und CZ34KP zugekauft.

Kleiner Erfolg
15.9.13: Das war keine schöne Woche für Trader, die auf einen Anstieg der Volatilität setzen. Der September mit seinem Ruf als schlechtester Aktien-Monat schien für mich in all den Monaten, in denen es mit der Vola abwärts ging, wie das Licht am Ende des Tunnels. Falsch gedacht, wie die letzte Woche zeigte. Aber kleine Lichtblicke gibt es doch. Zum einen erwiesen sich die Gewinnmitnahmen der Vorwoche in der VEU als goldrichtig – jetzt kann ich Schritt für Schritt billiger zurückkaufen. Und der Ansatz, parallel zur Hauptposition die Gegenposition einzunehmen, hat sich auch bewährt: In dem VIX-Short-Produkt CZ34KL ist ein netter kleiner Gewinn aufgelaufen, den ich im Bereich von 140 Euro abgreifen will, sollte der jetzige Trend sich fortsetzen.

Langeweile
6.9.13: Nach einer langweiligen Börsenwoche gehe ich wohl mit einer unveränderten Gesamtbilanz, aber einem aufgestockten Cash-Bestand ins Wochenende. Denn das kleine Hoch der VEU vorgestern nutzte ich für einen Verkauf außer der Reihe. Mit dieser Gewinnmitnahme fühle ich mich etwas wohler, sollte die Volatilität wieder zurückgehen. Und wenn sie weiter steigt, um so besser: Mein Bestand ist insgesamt kaum niedriger als im letzten Tief.

Das Warten hat sich gelohnt
28.8.13: Auch wenn die Volatilität heute wieder etwas rückläufig ist – die letzten Tage waren für Vola-Trader ein einziges Fest. Nach drei Gewinnmitnahmen liege ich nun auf der Lauer für günstigere Rückkäufe. Und ich bin bereit, eine neue Teilstrategie in mein Vola-Trading aufzunehmen: parallele Gegenpositionen zur Hauptposition. Auf den ersten Blick macht es zwar keinen Sinn, in einem Wert gleichzeitig long und short zu sein, aber in der Praxis sieht es anders aus. So hätte ich, während ich in den letzten Monaten hauptsächlich long war, mit einer parallelen Short-Position in dem Produkt CZ34KL zwischen Ende Juni und Anfang August rund 50 Prozent Gewinn machen und damit den Buchverlust in der Hauptposition ausgleichen können. Diese Parallel-Strategie teste ich nun in der Praxis und setze eine erste, noch sehr kleine Kauforder bei 101 Euro (ist gleich rund minus 20 Prozent bezogen auf den Höchstkurs).

Strategie angepasst
8.8.13: Nach dem kleinen Aufbäumen der Volatilität in den letzten beiden Handelstagen geht es heute schon wieder bergab. Die Aktienmärkte wollen einfach nicht fallen, jeder kleine Rücksetzer wird für Käufe genutzt. Für mich, der ich auf ein Platzen der Blase setze, heißt das, mich auf eine womöglich weiter fallende und noch lange Zeit niedrige Volatilität einzurichten. Inzwischen bin ich etwa zur Hälfte investiert, und ich werde nicht ein Papier ohne Gewinn abgeben. Aber die Kaufabstände habe ich inzwischen deutlich vergrößert. Denn das Gebot der Stunde lautet: So viel wie möglich an Cash bewahren – bis der Wind endlich dreht.

Tiefststände
22.7.13: Nachdem meine Vola-Produkte in der zurückliegenden Woche zum Teil neue Tiefststände markiert haben, hoffe ich für diese Woche auf einen kleinen Schub nach oben. Zwei weitere Käufe in der vergangenen Woche haben dazu geführt, dass meine Cash-Quote mit rund 70 Prozent so niedrig ist wie seit langem nicht mehr. Indes kann die Volatilität gar nicht so tief fallen, dass mir das Geld ausginge, und das tut in der jetzigen Situation gut und lässt mich durchhalten und weiter hoffen, dass der Aktien-Rallye endlich mal die Puste ausgeht. Eine deutliche Gegenbewegung wäre überfällig.

Verheerende Kehrtwende
12.7.13: Bernankes Zins-Rolle rückwärts erfreute die Aktienmärkte und machte die Woche folglich zum Desaster für Vola-Trader. Glück im Unglück für mich selbst war mein kleiner Abverkauf am Volatilitäts-Hoch vor drei Wochen – als klaren Fehler muss ich es allerdings verbuchen, zu früh zu stark zurückgekauft zu haben. Aber das lässt sich jetzt nicht mehr ändern, und daher hilft nur Zähne zusammenbeißen und auf den nächsten Vola-Schub warten.

Wie gewonnen...
29.6.13: Am Montag gelangen noch einmal zwei reguläre Gewinnmitnahmen, am Dienstag setzte ich zusätzlich eine Einheit außer der Reihe ab, als klar wurde, dass es mit der Volatilität wieder abwärts gehen würde. Trotzdem ist der Wochen-(Buch)-Rückgang beträchtlich, und das bringt mich zu meinem Dauerthema, nämlich zur Unsicherheit im Augenblick der Extremausschläge darüber, wie viel man absetzen beziehungsweise investieren sollte - und wann erste Rückkäufe gewagt werden sollten. Meine langjährige Erfahrung bestätigt leider immer wieder nur die alte Weisheit: Wie man es macht, ist es verkehrt. Was, wenn man die Gewinne großteils oder komplett einstreicht, und es geht danach weiter aufwärts? Tut man es aber nicht, sind sie beim nächsten Rückgang wieder futsch. Genau das ist im Laufe der Woche passiert. Ich bin zwar ziemlich sicher, dass es das noch nicht war und dass die Korrektur der Aktienmärkte (S&P-Zielgröße 1.400 = untere Begrenzung des langjährigen Aufwärtstrendkanals) und damit der Anstieg der Vola weitergeht; aber je mehr man zwischendurch einsackt, desto besser ist die Performance. Ich würde zu gerne eine Regel finden, die immer greift, aber habe so meine Zweifel in Sachen Machbarkeit. Die Taktik, Gewinne in Etappen abzuschöpfen, am besten progressiv, das Meiste aber stehen zu lassen für den ganz großen Lauf, diese Taktik hat sich bisher langfristig noch am besten bewährt. Aber sie erfordert eine immense Geduld.

Unglück im Glück
21.6.13: So erfreulich die zurückliegenden zwei Wochen für Vola-Trader verliefen, der Anstieg betrifft bei den Produkten, die ich handle, speziell den Buchgewinn. Zwar gelang zwischendurch auch die eine oder andere Gewinnmitnahme mit verbilligtem Rückkauf, aber die sagenhafte Vola-Rallye gestern im späten amerikanischen Handel ging völlig an mir vorbei, da sich meine drei Produkte nach 17.30 Uhr nicht traden lassen und die Eröffnung heute sogar unter den Schlusskursen des Vortages stattfand. Trotzdem oder gerade eben deswegen habe ich im VEU-CFD heute außer der Reihe eine Einheit verkauft, denn von einem Ende der Aktien-Hausse kann trotz des gestrigen Einbruches leider noch keine Rede sein. Noch ein Nachtrag aus der Vorwoche: Wie angekündigt habe ich die ultraträge ETF-Position auf den VIX komplett aufgelöst und zum Teil in den sehr reaktiven Call CZ34KP umgeschichtet.

Vier Gewinnmitnahmen und ein Rückkauf
8.6.13: In den Produkten VEU (CFD) und CZ34KN (Zertifikat) gelangen in der vergangenen Woche dank der kleinen Vola-Rallye Gewinnmitnahmen bei jeweils zehn Prozent über dem Kaufpreis. Als Enttäuschung erwies sich dagegen der ETF LYX0GD, der sich kaum vom Fleck bewegte. Gerade deswegen verkaufte ich hier, als der S&P sich am Freitag nach oben auf den Weg machte, eine Einheit außer der Reihe. Sollte sich die neuerliche Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte nächste Woche bestätigen, werde ich die Position wohl ganz auflösen und nach einem entsprechenden Rücksetzer im VIX in ein anderes Produkt umschichten. Denn mit Abstand am besten lief der Call CZ34KP. Hier gelang letzte Woche nicht nur eine Gewinnmitnahme von 20 Prozent über dem Kaufpreis, sondern gleich danach ein Rückkauf zehn Prozent tiefer. Ein derart reaktionsfreudiges Produkt wünscht man sich, wenn man auf Kursunterschiede setzt.

Kleiner Zwischenbericht
1.6.13: Es war schwer in den letzten Wochen, der Aktien-Rallye zuzuschauen und nicht doch noch auf den letzten Drücker wieder long zu gehen. An meiner Strategie hat sich jedoch nichts geändert, und so sitze ich weiterhin, bestückt mit vier verschiedenen Vola-Produkten und einer Cashquote von 73 Prozent, in den Startlöchern und warte auf eine schärfere Korrektur. Der kleine Abwärtsrutsch am amerikanischen Markt stoppte gestern zum Handelsschluss exakt auf der unteren Begrenzung des Aufwärtstrendkanals, so dass noch keine Hoffnung auf eine schärfere Korrektur besteht. Einziger Hoffnungsschimmer ist die Tatsache, dass die Vola-Tageslinien immer mehr aufeinander zulaufen und der VIX gestern erstmals seit drei Monaten über der 38-Tageslinie geschlossen hat. Nach drei Wochen totalem Stillstand besteht so zumindest die kleine Hoffnung auf eine Gewinnmitnahme in der nächsten Woche.

Erfreuliche Zwischenerholung
20.4.13: So schön diese Woche für Volatilitäts-Trader war, sie wird wohl nur ein kleines Aufatmen gewesen sein. Der Abwärtstrend – und damit der Aufwärtstrend der Aktienmärkte – ist jeweils intakt, und deshalb habe ich neben einer regulären Einheit (10% Gewinn) am Vola-Hochpunkt der letzten Woche noch zwei Einheiten außer der Reihe verkauft, um sie am Ende der nächsten Bewegung möglichst billig zurückzukaufen. Sollte die jeweilige Korrektur wider Erwarten größer ausfallen, bin ich hinreichend bestückt, um bedenkenlos weiter Gewinne realisieren zu können. Die aktuelle Cashquote liegt bei 75,6 %.

Vier Käufe
13.4.13: Viel ist nicht zu sagen zu dieser Woche. Die Volatilität ging weiter zurück, also habe ich zugekauft – vier Einheiten insgesamt. Dass sich das bald auszahlt, sehe ich inzwischen nicht mehr so optimistisch. Einerseits kann die Rallye der amerikanischen Aktienmärkte ja nicht ewig so weitergehen; andererseits sind die Geldschleusen nach wie vor weit offen, und das ist so ziemlich alles, was derzeit zählt. Der S&P 500 hat eben erst ein neues Allzeithoch markiert, was als Signal für weiter steigende Kurse gesehen wird und den Druck nach oben erhöht. Was mich dennoch an meiner Strategie festhalten lässt, ist einerseits der Widerwille, in der jetzigen Situation noch long zu gehen, und andererseits die feste Gewissheit, dass die Volatilität immer irgendwann steigt: Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Und mit einer Cashquote von nach wie vor über 75 Prozent ist es kein Problem, bis dahin durchzuhalten.

Uneinheitlich
6.4.13: Der Trend auseinanderlaufender Volatilität in Amerika und Europa hat sich in der vergangenen Woche fortgesetzt. Gestern schoss die Vola zwar auch in Amerika hoch, kam dann im späten Handel aber wieder stark zurück. Immerhin ein sehr schönes Geschäft gelang im Wochenverlauf: Am Dienstag kaufte ich eine Einheit VEU zu 20, um sie gestern bei 21,78 knapp am Tageshoch abzusetzen. Und so bin ich derzeit positioniert: 75,8 % Cash, 24,2 % Volatilität.

Ausgleich trotz Missverhältnis
30.3.13: Wie wichtig es ist, auch oder gerade im Falle hoher Spezialisierung zu streuen, hat die vergangene Woche gezeigt. In Zeiten globalisierter Märkte entwickelt sich die Volatilität identisch, könnte man meinen, aber in der zurückliegenden Handelswoche gab es zwischen Amerika und Europa einen doch deutlichen Unterschied, der sich ja, in umgekehrter Hinsicht, schon in den Charts von Dax und Dow ausdrückt, erst recht aber in denen von Stoxx und S&P 500. Demgemäß sind meine Vola-Produkte auf den S&P (VIX) gefallen, der CFD auf den Stoxx (VEU) gestiegen. Wie deutlich der Unterschied tatsächlich ausfällt, wird nicht nur an den Charts, sondern auch an meinem persönlichen Wochenergebnis deutlich: Obwohl ich dreimal so stark in Volatilitäts-Produkten auf den S&P investiert bin (was ich jetzt bereue), ist meine Bilanz leicht positiv. In der VEU gelangen Anfang der Woche sogar drei Geschäfte, zwei Gewinnmitnahmen und ein verbilligter Rückkauf, während es im VIX einfach nur nach unten ging. Und so bin ich derzeit positioniert: 76,5 % Cash, 23,5 % Volatilität.

Leicht positiv
23.3.13: Viel hat sich seit Montag nicht mehr getan, aber alle Vola-Produkte, die ich trade, schlossen auf Wochensicht höher, eines davon deutlich. Sollte sich die Tendenz nach oben verstärken, will ich in einem neu entdeckten Produkt mit leichtem Hebel (CZ34KP) zu zwei bestehenden Einheiten noch eine zukaufen. Im Moment dümpelt der Kurs bei einem Euro, aber bei der letzten nennenswerten Korrektur des S&P 500 im Herbst 2011 stand er schon mal weit über 400. Es könnte sich also lohnen, hier bei einem Marktrücksetzer einfach mal ein paar Stücke laufen zu lassen. Und so bin ich derzeit positioniert: 77 % Cash, 23 % Volatilität.

Des einen Freud...
18.3.13: Der Verkauf der Commerzbank-Aktie am Freitag war zwar schmerzhaft, aber heute sieht das Bild schon wieder anders aus. Wenn die Aktienmärkte fallen, steigt die Volatilität, und da ich seit Freitag ausschließlich darauf setze, bin ich voll dabei. Wie bisher mit Aktien, so trade ich auch die Vola-Produkte in regelmäßigen Etappen zu fünf bzw. zehn Prozent. Im Verlauf des Vormittags konnte ich zwei Einheiten absetzen, sprich: zwei mal Gewinne mitnehmen. Da die Korrektur der Aktienmärkte bisher vergleichsweise winzig ist, könnte der große Vola-Schub nach oben aber erst noch bevorstehen...

Ende mit Schrecken
15.3.13: Nach reiflicher Überlegung und einer schlaflosen Nacht habe ich mich komplett von allen Commerzbank-Aktien getrennt. Charttechnische Signale und die ungewissen Aussichten im Vorfeld der Kapitalerhöhung waren die Hauptgründe, aber da Gefühle nie ganz auszuschalten sind, spielten auch Enttäuschung und Angst vor weiteren Verlusten mit hinein. Neue Aktien-Engagements sind nicht geplant. Ich konzentriere mich ab jetzt ganz auf meine Vola-Positionen.

13.3.13: Die Commerzbank-Aktie macht ihrem Ruf als volatilster Dax-Wert endlich mal wieder alle Ehre. Gestern setzte ich bei 1,487 außer der Reihe eine Einheit ab, weil schon zu ahnen war, dass die Marke von 1,50 auch trotz der anfangs sehr guten Nachrichten nicht so leicht zu überwinden wäre. Mit dem Absturz, der dem Hoch aufgrund grottenschlechter Nachrichten folgte, hätte ich aber niemals gerechnet. Ein erster Rückkauf erfolgte gestern bei 1.397, und soeben wurde bei der abermaligen Talfahrt bei 1,327 und 1,261 jeweils ein Kauf ausgelöst. Weitere Kauforders sitzen nun jeweils fünf Prozent tiefer, also bei 1,198 und 1,138.

9.3.13: Die Volatilität kannte in dieser Woche nur eine Richtung: nach unten. Dementsprechend wurden insgesamt neun Rückkauf-Orders ausgelöst, verteilt auf die vier Vola-Produkte, die ich trade (seit dieser Woche neu: das Produkt CZ34KP). Ein Großteil des Buchgewinns der letzten Woche ist wieder aufgezehrt, aber dank der Gewinnmitnahmen ist auch einiges hängen geblieben. Für einen kleinen Ausgleich zum Vola-Rückgang sorgte die Commerzbank-Aktie. Mit knapp über drei Prozent Wochenplus ist der Titel zwar besser gelaufen als der Dow und nur wenig schlechter als der Dax, aber im Vergleich zu vielen anderen Aktien ein Spätzünder. Die Schwankungsbreite ist zur Zeit derart gering, dass seit zwei Wochen nicht ein Geschäft zustande kam. Und so bin ich derzeit positioniert: 63,2 % Cash, 19,3 % Vola, 17,4 % Aktien (=Commerzbank), 0,1 % Rohstoffe (=Kaffee).

2.3.13: Mit fünf Gewinnmitnahmen und ebenso vielen Rückkäufen war die zurückliegende Woche eine der ertragreichsten seit langem. Als am schwankungsfreudigsten erwies sich einmal mehr das Produkt CZ34KN, das die Volatilität des S&P 500 abbildet. Praktisch keine Order wurde bei den Vola-Trades dieser Woche so ausgelöst, wie ich sie eingestellt hatte, sondern teils deutlich höher bzw. tiefer - jeweils zu meinen Gunsten. Auch unabhängig von den Gewinnmitnahmen ist die Bilanz der Woche sehr erfreulich. Alle drei Vola-Produkte, die ich trade, schlossen auf Wochensicht deutlich höher, während die Commerzbank-Aktie nur minimal zurückfiel. Und so bin ich derzeit positioniert: 65,4 % Cash, 17,8 % Vola, 16,8 % Aktien (=Commerzbank).

23.2.13: Nun ist die Commerzbank-Aktie also wider Erwarten nach unten ausgebrochen, was zu einem Kauf bei 1,427 geführt hat (771 Stück). Die 200-Tage-Linie hat gehalten, und auch der Halbjahres-Aufwärtstrend ist intakt, aber letztlich sagt das gar nichts aus, denn wenn der Gesamtmarkt dreht, dann geht diese Aktie erst recht nach unten. Die Volatilität jedenfalls sendet weiter Signale für eine Trendwende. Nicht nur, dass die drei von mir beobachteten Vola-Indizes erneut auf Wochensicht leicht gestiegen sind, sie laufen damit wiederum (überwiegend) parallel zum Markt – in der Regel ist es umgekehrt. Und so bin ich derzeit positioniert: 67 % Cash, 17 % Vola, 16% Commerzbank.

17.2.13: Nicht besonders aufregend war die zurückliegende Börsenwoche im Vergleich zu der davor. Die Volatilität ging leicht zurück, wobei immerhin eine Kauforder im Produkt LYX0L8 ausgelöst wurde (19 zu 41,71). Bei der Commerzbank-Aktie wiederum tat sich trotz wildester Ausschläge auf Wochensicht praktisch gar nichts. Tatsächlich verfolgte ich den Absturz am Freitagfrüh sogar mit, aber die Bewegung war so heftig, dass ich keinen Zweifel hatte, bei 1,427 wie geplant reinzukommen. Leider war die Talfahrt schon bei 1,435 zu Ende, es folgte die fulminante Gegenbewegung. Nachdem die Marke von 1,45 in den vergangenen zehn Tagen fünfmal getestet wurde und gehalten hat, gehe ich von einer Trendumkehr aus, was auf lange Sicht heißen könnte: Die seit Mitte Januar währende Korrektur könnte zu Ende sein und in eine neue Bewegung des auf Halbjahressicht bestehenden Aufwärtstrends übergehen. Zumindest eine Einheit werde ich in diesem Fall nächste Woche noch zukaufen.

9.2.13: Das Bild der vergangenen Woche ist gemischt, aber positiv. Ein einziges Vola-Produkt, der VEU-CFD, hat den Absturz der Commerzbank-Aktie nicht nur abgefangen, sondern überkompensiert. Die Gewinne habe ich nicht stehen lassen, sondern etwa zur Hälfte realisiert, während ich das Kurstief der Commerzbank-Aktie genutzt habe, zwei Einheiten zuzukaufen. Meine beiden Vola-Produkte auf den VIX, den Volatilitätsindex des S&P 500, sind leicht gestiegen. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass der S&P im Wochenvergleich ebenfalls leicht gestiegen ist. Zumindest in einem Fall, seit ich mit Vola-Produkten trade, ergab sich aus einem ähnlichen Gleichklang kurz darauf eine Trendumkehr. Am meisten hätte man in der zurückliegenden Woche vom Verlauf des V-Dax profitieren können, aber ich habe immer noch kein Produkt gefunden, das diesen Index nachbildet. Wenn jemand, der diesen Blog liest, ein entsprechendes Produkt kennt, wäre ich über eine Mail sehr dankbar.

3.2.13: Nach der flauen Vorwoche kam nun in der zurückliegenden Woche endlich wieder etwas Bewegung in die Titel, die ich trade. Das Vola-Produkt CZ34KN schoss von um die 19,50 auf rund 21,50, wo mir bei 21,46 eine Gewinnmitnahme glückte (Einkaufspreis 19,31) – und ein deutlich billigerer Rückkauf dieser Einheit bei 19,64 schon am nächsten Tag. So wünscht man sich das, wenn man auf Kursunterschiede spekuliert. Beim Rücksetzer der Commerzbank-Aktie am Donnerstag wurde eine Kauforder bei 1,581 ausgelöst. Die Korrektur dauert nun schon drei Wochen, aber nach wie vor notiert die Aktie weit über ihren Tageslinien – und der dreimonatige Aufwärtstrend wurde durch das Abprallen an der Unterstützungslinie punktgenau bestätigt. Chartmuster spielen bei meinem Stil zwar eher eine untergeordnete Rolle, aber sollte der Aufwärtstrend brechen, wäre zumindest ein Teilverkauf sinnvoll – in der Hoffnung, bald darauf billiger zurückzukaufen.

20.1.13: Sie wollte und wollte nicht fallen, die Commerzbank-Aktie, und deshalb habe ich, als sie nach Tagen der Seitwärtskorrektur schließlich nach oben drehte, einen Teil meines vorherigen Bestandes zum etwa gleichen Preis zurückgekauft. Auch im Bereich Volatilität kam es zu Käufen, da aber mit deutlichen Kursunterschieden. Angesichts von Beständigkeit und Tempo der Abwärtsbewegung könnte einem als Etappenkäufer mulmig werden, wüsste man nicht genau, dass hier irgendwann ganz sicher eine massive Gegenbewegung erfolgen wird. Und bis dahin heißt es eben Zähne zusammenbeißen.

12.1.13: Mein Vorsatz „nie mehr alles oder nichts“ hat genau bis Donnerstag gehalten: Bei einem Kurs von 1,683 bin ich im späten Handel aus der Commerzbank-Aktie ausgestiegen. Damit hat sich der Wiedereinstieg bei 1,485 zu Jahresbeginn noch recht gut ausgezahlt. Als es am Freitag vorbörslich bis auf knapp 1,75 hoch ging, bereute ich den Totalverkauf zwar, aber der folgende Absturz gab mir dann doch recht. Bei einem Kurs von 1,6 kaufte ich eine erste kleine Einheit zurück. Eine nächste Kauforder sitzt nun bei 1,52.
Von der Vola-Seite nicht viel Neues: Es ging weiter bergab, also wurde weiter zugekauft, und zwar je eine Einheit im vix-Zertifikat CZ34KN und eine als veu-CFD.

5.1.13: Wie volatil die Volatilität selbst sein kann, das hat sich in den zurückliegenden zwei Handelswochen mal wieder sehr eindrucksvoll gezeigt: Das Indexzertifikat CZ34KN, mit dem ich unter anderem trade, schoss innerhalb von vier Tagen um fast 40 Prozent in die Höhe, um dann von einem Tag zum anderen um über 25 Prozent abzustürzen. Wenn man auf Kursunterschiede setzt, so wie ich, findet man kaum ein reaktionsfreudigeres Produkt, außer man riskiert es, mit Hebelzertifikaten nahe am Knockout zu arbeiten. Die Vola-Teilverkäufe im alten Jahr waren also genau richtig, konnte ich doch in der vergangenen Wochen nun alles deutlich billiger zurückkaufen. Weniger glücklich war meine Entscheidung, mich von der Commerzbank-Aktie zu trennen. Aufgrund des Katapultstarts am Mittwoch blieb mir gar nichts anderes übrig, als einen Teil meiner Positionen zurückzukaufen. Ich erwischte zwar fast punktgenau das Kurstief am Donnerstag, lag damit aber trotzdem noch leicht über dem Durchschnitts-Verkaufskurs des Gesamtausstieges. Damit hat sich eine meiner Hauptregeln mal wieder bestätigt: Niemals alles oder nichts. Oder positiv ausgedrückt: Immer so positioniert sein, dass es egal ist, was passiert. Ich hoffe, dass ich mich nach dieser Erfahrung nun endlich mal selbst dran halte.

 

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