Manfred Köhler
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Backstage – wie der Roman entstand:

Die Route 66 mal ganz anders

Meine ersten Ebook-Veröffentlichungen hatte ich 2005 bei vph – im Verlag Peter Hopf. In einer Zeit, als Ebooks noch ein Nischendasein innehatten, setzte vph voll und ganz auf diese neue Sparte. Damals erschienen dort unter anderem mein Horror-Roman „Die Porzellanfrau“ (jetzt: Die Kadaver-Sammlerin) und mein Thriller „Der Biss“ (jetzt: Der Mann, der mein Leben zum Entgleisen brachte).

Bekannt war der Verlag Peter Hopf aber vor allem für seine Heftroman-Serien. Auf Inintiative von Harald Jacobsen wurde 2006 bei vph eine neue Reihe ins Leben gerufen: Tommy Gun. Der Verleger fragte mich, ob ich mitmachen wolle, Harald mailte mir sein Konzept und seine Figuren-Charakterisierungen – und ich sagte sofort innerlich Nein. Mit fremden Figuren arbeiten in einer Romanwelt, die mir völlig unbekannt war, dem Chicago der 1920er Jahre, das kam für mich nicht in Frage. Außerdem hatte ich eigene Projekte. Nur aus Höflichkeit versprach ich, darüber nachzudenken. Aber als ich nach der Bedenkzeit von ein paar Tagen dann absagen wollte, fiel mir plötzlich auf: In Chicago beginnt doch die legendäre Route 66! Und genau zu dieser Zeit, Mitte der 1920er Jahre, wurde die Straße gebaut...

Dieser Gedanke reizte mich, denn der Mythos der Route 66 erklärt sich damit, dass sie eigentlich nicht mehr oder nur noch als zerstückelte Ruine existiert. Den transkontinentalen Highway in der Entstehung zu zeigen, war ein ganz neuer Ansatz. Alles, was ich brauchte, war ein Grund für Russ McGowan, die Hauptfigur der Serie, auf dieser Straße zu ermitteln. Als ich diesen Grund hatte, was sehr schnell der Fall war, schrieb sich der Roman wie von selbst. Und nicht nur das: Ich hatte Spaß dabei. Und zwar so viel, dass ich alle eigenen Projekte gleich noch mal zurückstellte und mit einer zweiten Tommy-Gun-Folge weitermachte...

Zum Roman Todesfalle Route 66