Manfred Köhler
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Ein schwerer Unfall zwingt die Fahrrad-Weltreisende Nelli Prenz, die Nacht in einer einsamen Berghütte allein mit dem Bewirtschafter zu verbringen. Von Anfang an hat dessen Hilfsbereitschaft den Charakter von Aufdringlichkeit, aber zunächst scheint er sich nur für die Erlebnisse der Reise zu interessieren. Als es jedoch mehr und mehr um intime Details in Nellis Tagebuch und um den wahren Grund geht, warum sie vor sieben Jahren zu ihrer Weltumrundung aufgebrochen ist, eskaliert die Situation. Nelli beginnt zu ahnen, dass sie es mit einem gefährlichen Verrückten zu tun hat. Sie versucht, sein Interesse wach zu halten, bis der nachts gesperrte Pass am nächsten Morgen geöffnet wird und die ersten Touristen dem Alptraum ein Ende machen. Doch bald stellt sich heraus, dass Nelli keinen Unfall hatte, sondern in die Falle gelockt wurde - und dass sie nicht das erste Opfer wäre, das der Einsiedler im Höhlensystem unter der Nährzone des nahen Gletschers hätte verschwinden lassen...

Ein Haus in vegetationslosen Passhöhen. Eine Weltreisende am Ende ihrer siebenjährigen Fahrradtour. Und ein tagsüber liebenswert-leutseliger Hüttenwirt, der nachts auf Menschenjagd geht und kurz vor Vollendung eines schreckenerregenden Mammutprojektes steht: Mit Presslufthammer, Pickel und Motorsäge treibt der Einsiedler Andi Cernowski einen verwinkelten Tunnel in einen Alpengletscher und stellt in der eisigen Höhle seine Opfer in lebensnahen Dioramen zur Schau. Globetrotterin Nelli Prenz soll sein Projekt als Besichtigungshöhepunkt ihrer Tour bewerten, ihre Kritik über dieses Weltwunder des Horrors in ihrem Tagebuch für die Nachwelt verewigen – und danach für immer in das letzte Diorama am Ende des Tunnels einziehen. Aber Nelli hat in den sieben Jahren auf der Straße gelernt, sich zu verteidigen und hart zurückzuschlagen. Nicht erst, als Andi in ihrem Tagebuch zu lesen beginnt, wird ihm klar, dass sie in ihrem Abwehrkampf gegen ihn bis zum Äußersten gehen wird. Denn für Nelli steht mehr auf dem Spiel als ihr eigenes Leben...

Sieben Jahre lang hat Nelli Prenz ein Höchstmaß an Freiheit genossen – plötzlich, durch einen einzigen kleinen Zufall, wird sie zur Gefangenen, und es droht ihr ein grausamer Tod. Denn kurz vor der Heimkehr nach einer Fahrrad-Weltreise erregt sie die Aufmerksamkeit des freundlich-hilfsbereiten Passhütten-Wirtes Andi Cernowski, der in seinen einsamen Nächten in vegetationslosen Alpenhöhen tiefe Stollen in einen Gletscher treibt und darin Menschen wie Schaufensterpuppen arrangiert. Nelli selbst, vor allem aber ihr Tagebuch mit akribisch aufgezeichneten Details ihrer siebenjährigen Tour, sieht Andi als die Krönung seines Projektes. Nelli kämpft um ihr Tagebuch, um ihr Leben – und bald auch um das Leben ihrer Stieftochter Monika. Denn Andi hat aus Andeutungen in Nellis Reise-Erinnerungen ihr Geheimnis herausgelesen: dass die Weltumrundung nicht geplant gewesen war, sondern dass Nelli sich Hals über Kopf davongestohlen und Monika sich selbst überlassen hatte. Vor der Begegnung mit Andi war Nelli auf dem Weg nach Hause gewesen, um sich zu entschuldigen. Nun will Andi den Spieß umdrehen, Monika entführen und zu seinem Gletscher verschleppen, um die Versöhnungs- Szene als Eisleichen-Diorama zu verewigen. Angesichts dieser Bedrohung lässt Nelli alle Hemmschwellen fallen und kämpft mit brutalstmöglichen Mitteln gegen ihren Peiniger. Aber Andi ist bereit, für sein Projekt alles zu ertragen, Schmerzen, Verstümmelungen – und auch den eigenen Tod...

Den Klauen des Massenmörders Andi Cernowski ist die Weltreiseheimkehrerin Nelli Prenz knapp entkommen, aber ein Gefühl der Erlösung will sich nicht einstellen. Nelli ist finanziell am Ende, ihre Heimatstadt ist ihr fremd geworden, sie hat keine Ziele und keine Perspektive. Als sich ihr die Chance bietet, ihre Leidensgeschichte für 100.000 Euro an eine Illustrierte zu verkaufen, greift sie in ihrer Not zu – und soll es bald bitter bereuen. Kaum ist der erste Teil der Artikelserie erschienen, erhält sie einen anonymen Erpresserbrief. Der Verfasser gibt sich als Andi aus, verlangt Nellis komplettes Honorar und droht damit, ihre Stieftochter Monika zu entführen. Nelli sieht keine andere Wahl als an den Pass zurückzukehren und vor Ort am Gletscher herauszufinden, ob ihr Peiniger noch am Leben ist. In einem unbekannten Kellerraum unter Andis Passwirtschaft findet Nelli die Antwort.

Hat der Serienmörder Andi Cernowski überlebt? Nelli Prenz kehrt zum Schauplatz ihres Höllentrips zurück – und muss feststellen, dass der Horror dort noch lange nicht vorbei ist. Ein zwielichtiger Immobilienmakler hat Andis Unterkunftshaus gekauft und zur makabren Schreckens-Gastronomie ausgebaut. Nelli hat keine Chance, ihm zu verbieten, den schlimmsten Alptraum ihres Lebens auszuschlachten. Außerdem hat sie ganz andere Probleme: Ein anonymer Drohbriefe-Schreiber lauert ihr auf, überfällt sie, verprügelt sie und vernichtet ihre gesamte Habe einschließlich ihres unersetzlichen Tagebuches. Endgültig auf der untersten Sprosse ihres Landstreicher-Daseins angekommen, gilt es für Nelli herauszufinden, ob jemand mit undurchsichtigen Plänen die Leiche des Serienmörders hat verschwinden lassen – oder ob wirklich Andi noch sein Unwesen treibt und sich an Nelli zu rächen versucht. Als ihre Stieftochter Monika mit hineingezogen wird, ist für Nelli die Chance zur Bewährung gekommen...

Als „Die Drachentöterin“ wird Nelli Prenz nach ihrem siegreichen Kampf gegen den Serienmörder Andi Czernowski in der Klatschpresse gefeiert. Dieser Titel ist nicht unbedingt schmeichelhaft gemeint: Nelli wird als eine durchgedrehte, vom Leben auf der Straße kalt und seelenlos gewordene Kampfmaschine dargestellt, die den Passwirt auf unnötig brutale Weise abgemurkst hat. Die Dorfbewohner am Fuße des Gletscherberges sehen es noch extremer: Für sie war Andi der nette, stets hilfsbereite Junge von nebenan, der von einer irren Landstreicherin nicht nur kaltgemacht wurde, sondern posthum von ihr auch noch als Monster verunglimpft wird. Eisige Ablehnung schlägt Nelli entgegen, als sie gezwungen ist, an den Schauplatz des Schreckens zurückzukehren. Sie wird verprügelt, beraubt und verjagt – es könnte praktisch jeder aus dem Dorf sein, der ihr anonyme Drohbriefe schreibt, sie um das Honorar für die Illustrierten-Veröffentlichung erpresst und mit Entführung ihrer Stieftochter Monika droht. Nelli aber ist sich sicher: Andi hat überlebt und ist ihr auf den Fersen. Sie rechnet damit, sich ihm einmal mehr stellen zu müssen. Was sie dann tatsächlich erwartet, ist jedoch um ein Vielfaches grausiger als alles, was sie in Andis Gewalt hatte durchleiden müssen...

Ihr Traum von einer Rückkehr in ein normales Leben endet für Nelli Prenz abrupt. Eine ziellose Fahrradtour durch eisige Novemberkälte, zu der ihre Stieftochter Monika sie überredet hat, erweist sich als Finte, um sie kurz vor der Pfändung ohne Aufstand aus dem gemeinsam bewohnten Haus zu befördern. Die angeblich heillos überschuldete Monika schlägt als Ausweg aus der Obdachlosigkeit vor, die Illustrierten-Reporterin Fiona Herolder zu überfallen und ihr das Geld abzupressen, um das sie Nelli und Monika betrogen hat. Ehe Nelli auf die Bedrohung reagieren kann, die von Monikas Vorhaben ausgeht, wird sie schon hineingezogen und findet sich in einem Kellerraum eingesperrt und zusammengepfercht mit ihr und Fiona Herolder wieder. Sie muss begreifen, dass hinter dem Verhalten ihrer Stieftochter etwas ganz anderes steckt als Verwirrung und Verzweiflung. Ihr Handeln ist entweder das chaotische Ergebnis einer rasch voranschreitenden Geisteskrankheit - oder es folgt einem kühl kalkulierten Racheplan...

Drei Todfeindinnen zusammengesperrt auf engstem Raum. Zwei geldgierige Faulenzer mit der Macht der Schlüsselgewalt. Und bedrohlich wachsender Zeitdruck unter dem Einfluss von Durst, Sauerstoffmangel und Ungewissheit. Als die Situation schließlich eskaliert und ein brutaler Kampf ausbricht, werden die Karten neu gemischt, aber diesmal gleich schlecht verteilt: Nelli, ihre Stieftochter Monika, Fiona Herolder und die beiden jungen Erpresser, alle fünf Beteiligten sind nun im Keller eingesperrt, aber Todesangst und Misstrauen verhindern, dass sie sich aus den unterschiedlichen Räumen heraus trauen und sich gegenseitig befreien. Jeder fürchtet den zweiten Kampf, denn jeder weiß: Diesmal wird es nicht mit Verletzungen ausgehen, sondern es droht ein tödliches Gemetzel...

Die Entführer sind aus dem Weg geräumt, aber für Nelli hat sich die Lage verschärft. War es Angst, was ihrer Stieftochter Monika die Kraft verliehen hat, es mit zwei Männern gleichzeitig aufzunehmen und ihnen die Schädel einzuschlagen – oder Lust am Töten? Ein letztes langes Gespräch offenbart ungeahnte Geheimnisse und scheint einen Neuanfang möglich zu machen. Aber der Sensationsreporterin Fiona Herolder ist nicht an Versöhnung gelegen, sondern an Zuspitzung und Eskalation. Mit allen Mitteln erzwingt sie einen Showdown, der ihr zur Story ihres Lebens verhelfen soll...


Backstage – wie der Roman entstand:

Gemenge aus Alptraum,
Armbruch und Krieg

Es kommt bei mir eher selten vor, dass ein Alptraum die Grundlage für einen Roman bildet. Im Falle von Nellis Tagebuch trug ein schlimmer Traum zumindest zur Entstehung bei, auch wenn ich heute, nach über acht Jahren, nicht mehr so recht weiß, warum dieser eine Traum mich so verstörte. Der Inhalt war recht simpel: Ich war in einer einsamen Gegend in Not geraten, jemand hatte mir mein Fahrrad weggenommen und wollte es mir nicht wiedergeben.
Ich saß fest.                                                                                                       
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