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Coburg - Schloß Ehrenburg und Veste
Zwei Kuriosität zum Staunen und Schmunzeln finden sich in Coburg: Schloß Ehrenburg präsentiert die in Kontinentaleuropa
mutmaßlich erste Toilette mit Wasserspülung, die um 1860 für die englische Königin Victoria eingebaut wurde und ausschließlich von ihr benutzt werden durfte; und in der umfangreichen Rüstungs- und
Waffensammlung der Veste Coburg findet sich der winzige Harnisch eines Hofzwerges, der neben den anderen Rüstungen aussieht wie ein Kinderspielzeug. Queen Victoria, Großmutter des späteren deutschen
Kaisers Wilhelm II. und Namensgeberin des Victorianischen Zeitalters, weilte oft und gerne in Coburg. Das unweit der Stadt gelegene Schlößchen Rosenau bezeichnete sie gar als ihr wahres Zuhause. Die
große Zuneigung zu Coburg wurde durch die Liebe zu einem Coburger geweckt, Victorias Gemahl Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, und bestand über dessen frühen Tod hinaus. Für den Rest ihres Lebens
trauerte sie um ihn – und hielt auch seiner Heimatstadt in den folgenden Jahrzehnten die Treue. Ihr verdankt Coburg, so eine weitere Anekdote, den ersten funktionsfähigen Aufzug. Installiert wurde die
technische Neuerung auf ihr Drängen und ganz allein für sie, weil ihr das Treppensteigen in der gerade mal dreistöckigen Ehrenburg mit zunehmendem Alter zu mühselig wurde.
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