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Bamberg: Residenz, Dom und Altenburg
Was für die Menschen früherer Jahrhunderte unbeschreiblicher Luxus war, darin würde der Mensch von heute nicht einen Tag leben wollen. So
richtig klar wird einem das, wenn man Prunkschlösser wie die Neue Residenz Bamberg besichtigt. Auch wer heutzutage in bescheidenen Verhältnissen lebt, hat es wohl weitaus besser als die Bamberger Fürstbischöfe in
ihrem Goldenen Käfig. Nicht, daß die Prunkräume und kunstvoll ausgestatteten Säle nicht wunderschön und unbedingt sehenswert wären, aber darin zu leben und zu arbeiten, scheint undenkbar; und in dem riesigen, im
Verhältnis zum Raumvolumen fast leeren Schlafzimmer der damaligen Herrscher, das im Winter ständig klamm und kalt gewesen sein muß, wären bei einem heutigen Nutzer wohl eher Alpträume die Regel. Auf der Altenburg
hatten es die Vorgänger der in der Residenz amtierenden Fürstbischöfe zwar schlichter, aber auch gemütlicher. Die Burg liegt etwas abseits hoch über dem Bamberger Land und ist durch einen Shuttlebus ans Zentrum
angeschlossen. Schöner und lohnenswerter ist es aber, sich das alte Gemäuer zu Fuß zu erobern. Bamberg als Ganzes ist als Ausflugsziel so vielfältig und faszinierend, daß eine Gesamtbeschreibung den Rahmen eines
kurzen Textes sprengen würde. Hervorgehoben sei aber unbedingt noch der Dom. Von außen betrachtet eher schlicht, offenbaren sich seine gewaltige Größe und sein künstlerischer Reichtum erst, wenn man die Schwelle
überschreitet. Besonders beeindruckend: Die Orgel hängt, wuchtig wie ein kleines Haus, hoch über den Köpfen der Besucher.
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