Manfred Köhler
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Keller- Labyrinth und Geisterstadt-Flair

Fans der Serie „Zukunft ohne Menschen“ können sich in manchen Stadtteilen von Zeitz in die Kulissen einer verlassenen Welt versetzt fühlen und hautnah erleben, was geschieht, wenn die Menschen von der Erde verschwinden. Tatsächlich hat Zeitz seit der Wende mehr als ein Viertel seiner Einwohner verloren, und die Folgen dieses drastischen Bevölkerungsschwundes kann man rings um die Innenstadt besichtigen. Ganze Straßenzüge stehen leer und verfallen, manche Ruinen sind so dicht eingewachsen von Wildnis, daß man sich mit der Machete zur Haustür durchschlagen müßte, und wo der Verfall bereits zum Einsturz geführt hat, erstrecken sich riesige Brachflächen in Bereichen, die einst pulsierendes Stadtzentrum waren. Im krassen Gegensatz zum romantischen Geisterstadt-Flair der ausgestorbenen Areale steht der bunte, lebendige Innenstadtbereich zwischen Rathaus und Fußgängerzone mit seinen sehenswerten Baudenkmälern und manch einzigartiger Besonderheit wie dem Führungsgangsystem „Unterirdisches Zeitz“. Das weitverzweigte Keller-Labyrinth kann zusammen mit Dom und Schloß ein Grund sein, die tausendjährige Stadt als Tourist zu besuchen, aber das heimliche Highlight sind die aufgegebenen Straßen, in denen unter der Patina die verschiedensten Geschichtsepochen konserviert sind und man über die Vergänglichkeit menschlichen Schaffens nachsinnen kann.

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