Manfred Köhler
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Wolkenstein und Scharfenstein

150 Folter- und Exekutionswerkzeuge und ein fensterloses, acht Meter tiefes Lochgefängnis, das sind die schauerlichen Attraktionen des Schlosses Wolkenstein im Erzgebirge. Initiator der Ausstellung in der ehemaligen Folterkammer ist der Buchautor Lars Hörl, Nachfahre einer alten Dynastie von Henkern. So entsetzlich das Amt des Scharfrichters angesichts der unvorstellbar brutalen Folterwerkzeuge anmutet, im Gespräch mit dem originalgetreu gewandeten Lars Hörl kommt so manches Detail zutage, das gar nicht so recht zu den gängigen Vorstellungen vollkommener Willkür und sadistischer Grausamkeit der mittelalterlichen Gerichtsbarkeit passen will. So seien Henker auch Heilkundige gewesen und hätten ihre Opfer, sofern sie sich nach damaligen Maßstäben als unschuldig erwiesen, nach der Folter wieder gesund gepflegt. Um ein ganz anderes Kapitel der sächsischen Geschichte geht es nur wenige Kilometer weiter nördlich auf Burg Scharfenstein: um den Wildschütz, Schmuggler und Volkshelden Karl Stülpner. Die äußerst informative und unterhaltsame Burgführung wird so gestaltet, als sei der Stülpner Karl selbst es, der aus seinem Leben erzählt – und so manches Unrecht der damaligen Zeit anprangert.

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