Manfred Köhler
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Auf dem Gipfel des Rauhen Kulms:
Möchtegern-Vulkan mit Verstopfung

Auf den ersten Blick denkt man an einen Vulkan, egal von welcher Seite her man auf den Rauhen Kulm zufährt. Der zwischen Bayreuth und Weiden am Südrand des Fichtelgebirges gelegene, markant in den Himmel ragende Berg ist aber eher so was wie ein Möchtegern-Feuerspeier mit Verstopfung. Geologen sprechen von einem Vulkanstiel, der aus der umgebenden Landschaft herausmodelliert wurde. Wer sich von Höhe und Form der Erhebung anlocken läßt, kann auf dem Weg zum Gipfel manch Interessantes entdecken. So durchquert man im mittleren Bereich ein Basaltfeld, das sich ausbreitet wie ein Kiesweg für Riesen. Die gewaltigen Brocken dienten einst zum Bau von Verteidigungsanlagen. Von vorchristlichen Zeiten bis zum Mittelalter lebten Menschen auf dem Berg – ihre Spuren sind in Form gewaltiger Wälle noch zu finden. Aber auch Tiere und Pflanzen, die in unserer Zeit selten geworden sind, fühlen sich am Rauhen Kulm wohl. Im Sommer begünstigt der untere Bereich der Basaldblockhalde bestimmte Arten, weil dort kühle Luft austritt, im Winter ist es umgekehrt. Zweibeiner, die heute auf dem Berg herumkraxeln, sind meist unterwegs zum Aussichtsturm, der selbst 25 Meter hoch ist und damit auf eine Höhe von insgesamt 707 Metern über dem Meer gelangen läßt. Obwohl das Land ringsum nicht gerade flach ist und in greifbarer Nähe die Fichtelgebirgsgipfel zu einem eindrucksvollen Massiv aufgereiht sind, hat man doch das Gefühl, vom Rauhen Kulm aus nach allen Seiten hin auf die Welt hinabzuschauen.

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