Manfred Köhler
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Ein Kurzurlaub in Passau: Enge Gassen, riesige Burgen - und ein Stück vom Paradies

Eine monumentale Burganlage wacht am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz über die Stadt Passau. Der Gesamtkomplex besteht aus der Feste Niederhaus direkt am Flussdreieck und der Feste Oberhaus hoch darüber.

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Wer den Burgberg zu Fuß erklimmt, den führt der Weg auf halber Strecke in den ummauerten Wehrgang zwischen Niederhaus (links) und Oberhaus. Weiter geht es nur aufwärts, denn die Feste Niederhaus ist in Privatbesitz und daher unzugänglich – was dazu geführt hat, dass der abwärts verlaufende Wehrgang mangels Gebrauch verwildert ist.

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Unbedingt zu empfehlen sind die Museen der Feste Oberhaus, von denen das in der Kernburg gelegene Hauptmuseum die Stadtgeschichte Passaus von der Römerzeit bis zur Gegenwart beleuchtet, und zwar so modern, anschaulich und interaktiv wie ein Museum nur sein kann. Danach sollte man den höchstgelegenen Turm besteigen, der eine unglaubliche Rundumsicht auf die Burgen, die Altstadt von Passau und das Umland bis weit nach Österreich hinein bietet.

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Vom Gipfel zurück auf Wasserhöhe empfiehlt sich ein Bummel entlang der Uferpromenaden. Zu sehen gibt es am Inn zum Beispiel den Schaiblingsturm, ein uraltes Wahrzeichen der Stadt Passau (rechtes Bild).

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Weitere Wahrzeichen findet man in der Altstadt: den Stephansdom (links: Gruft der Bischöfe) und den Passauer Tölpel, dessen Herkunft umstritten ist, aber vermutlich mit dem Dom in Zusammenhang steht.

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Bekannt ist Passau vor allem für seine engen, steilen Gassen. Wer hier eintaucht, lernt das echte, alte Passau kennen, aber wird auch mit einer Tragödie der jüngsten Vergangenheit konfrontiert: dem Hochwasser des Jahres 2013, das weite Teile der Altstadt unter Wasser gesetzt hat. Rote und weiße Pflastersteine weisen den Weg entlang der am verheerendsten betroffenen Gassen – und im Wind flatternde Fähnchen bis zu vier Meter darüber markieren den höchsten Wasserstand der Überschwemmung.

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Ein Besuch in Passau wäre nur halb so schön, würde man sich allein auf die Altstadt und die Burgen konzentrieren. In der Innstadt zum Beispiel findet man Reste der alten Stadtbefestigung (rechts: Peicherturm) mit verträumten, vergessenen und romantisch verwilderten Zwinger-Abschnitten, die mehr Paradies sind als Park.

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Erhalten ist die Barbakane des einstigen Severinstores, an der sogar noch die Holzrollen der Zugbrückenkonstruktion zu finden sind (links). Auch den Stadtteil Hals sollte man gesehen haben. Die Burgruine Hals (rechts) kann zwar nur von außen besichtigt werden, aber die geheimnisvolle Aura des Ortes hat eine Vergangenheit und tut so richtig wohl: Hals war für kurze Zeit Kurbad, und ein bisschen was spürt man tatsächlich noch vom einstigen Flair. Der Niedergang der „Wasserheilanstalt Bad Hals“ kostete den Ort die Stadtrechte und schließlich die Selbstständigkeit: 1972 wurde aus der Stadt Bad Hals ein Stadtteil von Passau.

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