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Lochgefängnisse und Kaiserburg Nürnberg
Zu den fürchterlichsten Kerkern des Mittelalters zählen die Nürnberger Lochgefängnisse in den Kellergewölben des Rathauses. Originalgetreu
erhalten sind mehrere Untersuchungszellen, Einzelhafträume für Verleumder und Brandstifter, vier Todeszellen und eine Folterkammer. Grausigstes Relikt aber ist das Stockgefängnis. Hier wurden Kriegsgefangene nicht
nur in völliger Dunkelheit weggesperrt, sie wurden zudem in den Stock gezwungen, eine hölzerne Apparatur, die zu völliger Bewegungslosigkeit verdammte und schon nach kurzer Zeit zu qualvollen Rückenschmerzen und
Krämpfen führte. Etwas oberhalb der Lochgefängnisse kann man sich auf der Nürnberger Kaiserburg mit weniger düsteren Aspekten der Reichs- und Stadtgeschichte beschäftigen. Im Eintrittspreis enthalten sind eine
Führung durch Palas und Doppelkappelle, die Besichtigung des Kaiserburgmuseums, die Besteigung des Sinwellturms und ein Blick in den Tiefen Brunnen. Um zu verdeutlichen, wie weit es hinab geht, werden vier Kerzen
bis zur Wasseroberfläche abgeseilt, wo sie in 53 Metern Tiefe zwar weiter brennen, aber kaum noch zu sehen sind.
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