Manfred Köhler
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Schloss Nossen und Klosterpark Altenzella:
Von Steilblicken und tiefen Verliesen

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Schloss Nossen hat viele Gesichter. Mein Lieblingsmotiv ist der Blick übers Kriegerdenkmal (ganz oben links). Wer es schroff und abweisend mag, der bevorzugt die Ansicht am Steilhang, die von Süden her spektakulär ist, siehe ganz oben rechts und darunter.

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Interessant ist, dass der Gebäudekomplex der zweiten Bildreihe sich vom Schlosshof aus betrachtet ganz und gar nicht wehrhaft darstellt, sondern eher wie ein Jagdschlösschen – siehe  rechts. Wie bei den meisten Schlössern, so wurde auch in Nossen die Ursprungsburg zum Großteil abgerissen und überbaut. Das erklärt den Doppelcharakter von Trutzigkeit und Anmut. Zu den wenigen Relikten der Burg gehören die beiden Torportale für Fuhrwerke und Fußgänger (links)...

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...und die Kellergewölbe unter der Frohnfeste, in denen eine Ausstellung mit Hinrichtungs- und Folterinstrumenten zu sehen ist. Ähnlich gruselig ist der Kerker im Eckturm des Saalbaus, den man nur von oben durchs Angstloch erspähen kann. Informiert wird im Saalbau, um beim Thema zu bleiben, über bekannte Gefangene des Schlosses – darunter auch kurzzeitig die Gräfin Cosel – und das Rechtsverständnis der Herrscher damaliger Zeiten, exemplarisch dargestellt durch eine Gerichtsszene mit lebensgroßen Pappfiguren und ein sehr ungerechtes Urteil.

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Kaum weniger sehenswert als das Schloss ist der Klosterpark Altenzella, den ich allerdings nur von außen zu Gesicht bekam (Fotos oben) und auf Bildern und Prospekten. Denn leider entschied ich mich nach der Schloss-Besichtigung noch für eine Führung im Schloss, die sich als bloßer Vortrag über die Ahnengalerie entpuppte. Mein zweiter Fehler war, vom Schloss zum Klosterpark zu laufen, was viel weiter ist als es auf der Karte aussieht. Kurz gesagt, mein Tipp an alle Nossen-Besucher lautet: Laufen lohnt sich nicht. Klosterpark und Schloss schafft man an einem Tag, beides empfiehlt sich; wenn man dann noch Zeit für eine Führung hat, sollte man sich aber erst mal genau informieren, worum es geht. Den Vortrag über das Adelsgeschlecht derer von Schönberg kann ich nur hartgesottenen Familienforschern empfehlen.

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