Manfred Köhler
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Mausoleum Ziegelsdorf:
Dornröschenschloss im Zauberwald

Lost Places bergen eine vielfache Faszination. Oft sind sie schwer zu finden, sie verströmen den Zauber der Vergänglichkeit, eine morbide Ruinen-Schönheit, und manchmal locken sie obendrein noch mit Friedhofs-Grusel – wie das Mausoeum Ziegelsdorf im Landkreis Coburg, gelegen mitten im Wald und von urwüchsiger Wildnis fast schon verschlungen.

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Vor zwei Jahren versuchte ich schon einmal, das Mausoleum zu finden, und musste nach mehreren Stunden Suche ergebnislos abbrechen. Beim zweiten Anlauf ging ich nun einfach die Abzweige, die ich beim ersten Mal ausgelassen hatte, und fand dabei erstaunlich schnell zum Ziel. Wie sich herausstellte, lief ich damals gerade mal rund 20 Meter an dem Mausoleum vorbei, ohne es durchs Gestrüpp, hinter dem es sich verbirgt, erkannt zu haben.

Mausoleum 6
Mausoleum 5

Freiherr Werner von Seebach (1851-1895) war es, der das Mausoleum für 150.000 Mark erbauen ließ. Der letzte Spross seines Adelsgeschlechtes starb zwei Jahre vor der Fertigstellung. Zwar hatte er eine Stiftung eingerichtet, mit deren Erlösen seine letzte Ruhestätte erhalten werden sollte, doch nach dem Zweiten Weltkrieg kümmerte sich niemand mehr darum, der von Teichen eingefasste Park verwilderte. Obwohl auf Wikipedia von Vandalismus zu lesen ist, präsentiert sich das Mausoleum angesichts der langen Dauer fehlender Pflege als erstaunlich gut erhalten. Abblätternder Putz und Stockflecken sind die einzigen sichtbaren Schäden. Der zu Urwald gewordene, aber noch erkennbare Park und die Abgelegenheit machen aus dem Mausoleum ein Dornröschen-Schloss, das man gesehen haben muss.

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