Manfred Köhler
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Levi-Strauss-Museum Buttenheim:
Wild-West-Jeans aus der Wüste

Der Siegeszug der Blue Jeans von der Goldgräber-Arbeitshose zum weltweiten Modedauerbrenner wird im Levi-Strauss-Museum in Buttenheim spannend und einprägsam dargestellt. Erst seit 1983 weiß man überhaupt, daß der Urheber und Namensgeber der Levis Jeans kein gebürtiger Amerikaner war, sondern aus dem kleinen Ort Buttenheim stammte, der zwischen Bamberg und Erlangen zu finden ist. Löb Strauss wurde dort 1829 als Sohn eines Hausierers geboren. Als sein Vater starb und seine Mutter mit ihm und seinen Brüdern nach New York auswanderte, war er gerade mal 16 Jahre alt. In der neuen Welt änderte er seinen Vornamen von Löb in Levi, zog mit dem beginnenden Goldrausch nach San Francisco und gründete dort einen Großhandel für Stoffe und Kurzwaren. Wie er die Hose erfand, die er „Waist Overall“ nannte und die erst 100 Jahre später den Namen „Jeans“ bekommen sollte, darum ranken sich die verschiedensten Legenden. Gesichert ist, daß es nicht er, sondern sein Kollege Jacob Davis war, der auf die Idee kam, Arbeitshosen mit Nieten zu verstärken; Levi Strauss als Geldgeber von Davis erwarb mit ihm ein gemeinsames Patent auf das Verfahren und steuerte den Einfall bei, die Hosen statt aus Segeltuch aus blau gefärbtem Denim anzufertigen. Welchen Verlauf die Erfolgsgeschichte nahm, die von da an begann, das wird im Levi-Strauss-Museum in Texten, Bildern, aber auch mit ungewöhnlichen Exponaten dargestellt. So ist die Replik einer Hose aus dem Jahr 1880 zu sehen, die in der Wüste von Nevada gefunden wurde. Das Original dieser sehr frühen Levis Jeans mit einem etwas pummeligen Hinterteil wechselte im Mai 2001 für über 46.000 Dollar den Besitzer. Durch das Museum führt ein Audio-Guide, der im Eintrittspreis von weniger als drei Euro enthalten ist. Ergänzt wird die Dauerausstellung zur Zeit durch eine Sonderausstellung über den „Mythos Cowboy“.

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