Manfred Köhler
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Halle 5 Halle 12

Warum das Beatles-Museum
in Halle zu finden ist

Nicht in Hamburg, wo die Karriere der Beatles begann, sondern in Halle an der Saale ist das älteste und zur Entstehungszeit weltgrößte Beatles-Museum zu finden. Der Grund für den Standort Halle ist schlicht die Cleverness der Hallenser: Als die einstige Beatles-Wanderausstellung aus ihrem späteren Domizil in Köln herauswuchs, erkannte man in Halle das Potential und bewarb sich als Dauer-Standort.

Wer meint, über die Beatles schon alles zu wissen, wird beim Studium der reichhaltigen Sammlung eines Besseren belehrt. So glänzt das Museum nicht nur mit einer unerhörten Gedrängtheit an Information, Bildern und Exponaten, sondern macht die damalige Ära anhand von Video- und Hörstationen lebendig und bietet sogar ein kleines Kino, in dem man volle Pulle eintauchen und sich dazu noch verschiedene Kaffee-Spezialitäten servieren lassen kann. Dass im Museums-Shop auch Sammler in jeder Hinsicht verwöhnt werden, versteht sich von selbst. Mehr als nur am Rande erwähnt seien die besondere Freundlichkeit des Personals und eines der Prunkstücke der Sammlung, der original Soldatenhelm, den John Lennon in seinem Film „Wie ich den Krieg gewann“ trug. Verglichen mit dem günstigen Eintrittspreis ist das Museum auch eine längere Anreise wert.

Halle 3 Halle 6

Und Halle bietet ja außerdem noch weitaus mehr. Zwar kann man locker den ganzen Tag im Beatles-Museum verbringen, aber es lohnt sich, ein paar Stunden für einen Stadtrundgang abzuzweigen. Wer Burgen mag und sich für Kunst interessiert, der wird sich in der Moritzburg wie Zuhause fühlen. Die extrem wuchtige und großflächige Festung ist nicht allein aufgrund ihrer Kunstsammlung besonders sehenswert, sondern auch wegen der Art, in der einstige Ruinenteile durch moderne Bauelemente ebenso gewagt wie harmonisch in die Gesamtanlage integriert wurden. Kunst im öffentlichen Raum ist ein großes Thema in Halle. Mit Plastiken verewigt wurde so ziemlich alles – von Zitherspielern über Eselstreiber und zähnefletschende Drachen bis hin zu Akten.

Halle 9 Halle 8

Dass Graffiti Kunst sein kann, zeigt ein abbruchreifes Haus zwischen Leipziger Turm und Stadt-Gottesacker, das man ohne Übertreibung als Besichtigungsziel empfehlen kann, zumal es zwischen den beiden eben erwähnten Attraktionen liegt. Der Leipziger Turm ist eines der wenigen Relikte der alten Stadtbesfestigung und daher von besonderer Bedeutung; der Stadt-Gottesacker beeindruckt durch seine festungsartige Umfriedung, die historischen Grabmahle, deren Inschriften die deutsche Geschichte auf auf oft schicksalshafte Weise widerspiegeln, und wer groteske Bilder mag, der findet eines direkt am Hauptzugang, wo eine Straßenlaterne sich wie besoffen an die Friedhofsmauer lehnt.

Highlight jeder Besichtigungsrunde ist natürlich der Marktplatz mit seinen berühmten fünf Türmen: dem Roten Turm, der solo auf dem riesigen freien Areal in die Höhe ragt, und den vier Türmen der Marienkirche, von denen je zwei einst zu eigenständigen Kirchen gehörten und die im 16. Jahrhundert nach Abriss dieser Kirchen in einem neuen Gotteshaus quasi „zusammengeflickt“ wurden und seitdem in ihrer Verschiedenheit ein anfangs leicht verwirrendes, aber dann um so spektakuläreres Gesamtbild bieten.

Halle 10 Halle 11

Halle, Teil 2: Ein Intensivkurs: Zwischen Stadtführung und Stadtmuseum

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