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Burg Greifenstein und Schloß Schwarzburg
Starb er an der Pest oder wurde er vergiftet? Diese Frage ist bis heute nicht wirklich geklärt, was den Deutschen König und designierten Kaiser des
Heiligen Römischen Reiches Günther XXI. betrifft. Seinen Geburtsort, die Burg Greifenstein bei Bad Blankenburg in Thüringen, kann man besichtigen und sich dort über sein Leben und seine nur wenige Monate währende
Amtszeit informieren. Interessant ist vor allem der spätere Niedergang der Burg bis hin zum fast vollständigen Verfall – und der bis heute andauernde Wiederaufbau der riesigen Anlage, die zu den größten deutschen
Burgruinen zählt. Nicht weniger Beeindruckendes findet man in rund zehn Kilometern Entfernung: Schloß Schwarzburg, ebenfalls ein geschichtsträchtiger Ort. Reichspräsident Friedrich Ebert unterzeichnete hier 1919 die
Weimarer Verfassung. Zu diesem Zeitpunkt war das Schloß noch vollständig intakt. 21 Jahre später aber führte der wahnwitzige Plan, die Anlage zu einem „Reichsgästehaus“ umzubauen, zum Niedergang. Als die
Umbauarbeiten 1943 kriegsbedingt eingestellt wurden, blieb eine gewaltige Bauruine zurück, die in ihrer traurigen Scheußlichkeit bis heute für fassungsloses Kopfschütteln sorgt. In neuem Glanz erstrahlen indes zwei
ebenfalls kaputt-umgebaute und jüngst wiederhergestellte Teile des Schlosses: das Zeughaus und der Kaisersaal-Trakt. Die hügelig-bewaldete Urlaubslandschaft ringsum, das Nebeneinander von Zerstörung und gelungenem
Wiederaufbau und vor allem der Kaisersaal machen Schloß Schwarzburg zu einem äußerst lohnenden Ausflugsziel.
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